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Bewegung

Den inneren Schweinehund bei Krebs überwinden

Bewegung tut Menschen mit einer Krebserkrankung gut. Sie kann die Therapie unterstützen und ein besseres Körpergefühl vermitteln. Soweit ist vom Kopf her alles klar. Wenn da nur nicht der innere Schweinehund wäre.

Unser innerer Schweinehund schafft es immer wieder, uns von guten Vorsätzen abzuhalten. Wie macht er das? Er verfügt über ein schier unerschöpfliches Reservoir an Ausreden, wenn es darum geht, sich mehr zu bewegen. Schlechtes Wetter, du fühlst dich irgendwie schlapp, der Aufzug ist näher als die Treppe. Wenn das nicht reicht, lenkt er uns einfach ab. Bei egal welcher Aktivität, das Handy muss ohnehin mit, warum nicht schnell einmal draufschauen? Schon finden wir uns auf dem Sofa und chatten mit Freunden oder surfen im Netz.

Der Begriff Schweinehund wurde schon im 19. Jahrhundert unter Studenten als Schimpfwort benutzt. Später wurde der Begriff mit Antriebsschwäche und Faulheit in Verbindung gebracht. Vermutlich geht er auf den seit dem Mittelalter gebräuchlichen Sauhund zurück, der als träge galt.

Jede Bewegung zählt

Dabei ist Bewegung gerade bei einer Krebserkrankung wichtig, egal ob du täglich eine Runde spazieren gehst, öfter mal mit dem Fahrrad durch die Gegend fährst oder dreimal die Woche im Fitnessstudio Gewichte stemmst. Zahlreiche Studien belegen den positiven Einfluss auf Körper und Seele.

Ein moderates Training kann das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität effektiv steigern und helfen, den Kopf freizubekommen.

Auch Nebenwirkungen der Therapie wie eine langanhaltende Erschöpfung (Fatigue) oder Übelkeit kannst du mit Bewegungstraining lindern. Zudem haben aktive Krebspatienten eine bessere Prognose als Couch-Potatoes.¹

So überwindest du deinen inneren Schweinehund

  1. Kür statt Pflicht
    Aktivsein ist kein Pflichtprogramm! Du darfst dich bewegen. Mach einfach etwas, was dir Spaß macht.
  2. Im Team zum Erfolg
    Such dir einen Partner oder ein Team. Gemeinsam aktiv zu sein, macht Spaß und deine Pläne werden verbindlicher. Absagen gilt nicht!
  3. Konkret werden
    Plane kleine Schritte. Zum Beispiel: „Ich gehe am Vormittag 30 Minuten flott spazieren.“ Oder: „Morgen um 17 Uhr mache ich meine fünf Übungen.“
  4. Ziel visualisieren
    Stell dir vor, wie gut du dich fühlen wirst, wenn dir beim Walken der frische Wind um die Nase weht.
  5. Motivation dank Leckerli
    Belohne deine Erfolge – auch kleine, um dein neues Verhalten zu verstärken. Was bei echten Hunden klappt, klappt auch beim inneren Schweinehund!

Prinzipiell gilt: Höre auf Deinen Körper und überanstrenge dich nicht. Lass dich nicht entmutigen! Schon kleine Trainingseinheiten wirken positiv. Am besten besprichst du mit deinem Arzt, welche und wieviel Bewegung für dich geeignet ist.

Quellen

¹ Krebsgesellschaft | Sport bei Krebs: So wichtig wie ein Medikament https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/sport-bei-krebs-so-wichtig-wie-.html

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