Das K Wort - Diagnose Krebs
Sag Ja zum Leben!
Aufgeschlagene Infobroschüren auf rosafarbenem Grund
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Rund um den Krebs

Lexikon rund um Krebs

Hast du das auch schon einmal erlebt? Im Arztgespräch prasseln die Informationen und Fachbegriffe aus der klinischen Praxis nur so auf dich ein. Da könnte manchmal ein Dolmetscher wirklich hilfreich sein, damit du die wertvollen Inhalte rund um deine Erkrankung und Therapie richtig einordnen kannst.

Von A wie „auffälliger Befund“ bis Z wie „Zytostatika“ -

Unser Lexikon übersetzt Ärzte-Latein in patientenverständliche Sprache – damit du dich beim nächsten Termin mit deinem Onkologen oder beim Lesen von interessanten Studienergebnissen darauf konzentrieren kannst zu verstehen, was die Inhalte für dich persönlich bedeuten.

5

5-Jahres-Überlebensrate

Statistischer Wert, der angibt, wieviel Prozent der Patienten mit einer bestimmten Krebserkrankung nach 5 Jahren noch leben.

A

Aktinische Keratose

Eine Vorstufe oder ganz frühe Form vom hellen Hautkrebs.

Aktive Immunisierung

Durch eine Impfung wird der Körper mit einem Antigen konfrontiert, gegen das sein Immunsystem in der Folge aktiv Antikörper entwickelt. Die Immunisierung setzt nach einiger Zeit ein (Tage bis Wochen) und hält in der Regel danach lange an.

Allogen

Von einem Spender stammend

Anämie

Mangel an roten Blutkörperchen, wodurch der Körper unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Anamnese

Befragung zur Krankengeschichte durch den Arzt; wichtiger Bestandteil der Diagnosestellung.

Angiogenesehemmer

Therapeutischer Antikörper, der die Gefäßneubildung zum Tumor blockiert, wodurch dieser aushungert.

Anti-Müller-Hormon (AMH)

Das Anti-Müller-Hormon (AMH) gibt Aufschluss über die Anzahl an Eizellen, die eine geschlechtsreife Frau produziert.

Antigen

Struktur auf der Zelloberfläche, die von Antikörpern und Lymphozyten erkannt wird

Antikörper

Eiweißmoleküle, die Krankheitserreger und andere Fremdstoffe bekämpfen; werden vom Immunsystem produziert, sobald ein Antigen erkannt wird.

Antikörpertherapie

Auch Immuntherapie genannt. Hierbei wird das Immunsystem mithilfe von verabreichten Antikörpern aktiviert und im Kampf gegen den Krebs unterstützt.

Antiöstrogene

Medikamente, die die Wirkung von Östrogen auf die Krebszellen unterdrücken. Sie blockieren die Andockstellen für Östrogen oder beschleunigen deren Abbau.

Aromatasehemmer

Blockieren ein Enzym (Aromatase), das zur Östrogenbildung im Muskel- und Fettgewebe nötig ist. Sie blockieren nicht die Östrogenbildung in den Eierstöcken.

B

B-Lymphozyten

Auch B-Zellen genannt; Unterform der Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören und Teil des Immunsystems sind.

B-Zellen

Auch B-Lymphozyten genannt; Unterform der Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören und Teil des Immunsystems sind und Antikörper bilden.

Ballaststoffe

Unverdauliche Nahrungsbestandteile aus Pflanzen, auch Faserstoffe genannt, die wichtig für Darmtätigkeit sind.

Basaliom

Auch Basalzellkarzinom oder „heller Hautkrebs“; langsam wachsender, bösartiger Tumor, der aus den sogenannten Basalzellen der Oberhaut entsteht.

Basalzellen

Zellen in der tiefen Schicht der Oberhaut, die für die Erneuerung der Epithelzellen (äußere Hautschicht) sorgen.

Biologische Wertigkeit

Ein Maß dafür, wie effizient der Körper Proteine aus der Nahrung in körpereigene Proteine umwandeln kann.

Biopsie

Entnahme und feingewebliche Untersuchung eines Gewebes.

Blut-Hirn-Schranke (BHS)

Selektive Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem ZNS, die den Stoffaustausch kontrolliert und so verhindert, das schädliche Substanzen ins ZNS gelangen

blutbildendes System

Organe, die für die Bildung der Blutzellen verantwortlich sind; vor allem das Knochmark.

C

Chemotherapie

Krebstherapie mit Zellgiften (Zytostatika), die vor allem sich schnell teilende Zellen wie Tumorzellen vernichten.

Comprehensive Genomic Profiling

Eine umfassende genetische Tumoranalyse, mit der innerhalb kürzester Zeit mit nur einem Test ein umfassendes genetisches Tumorprofil erstellt werden kann, das mehrere hunderte mögliche genetische Veränderungen untersucht und somit auch seltene Mutationen aufdecken kann.

Computertomographie

Bildgebende Untersuchungsmethode, die mithilfe von Röntgenstrahlen einzelne Schichten des gesamten Körpers darstellen kann.

D

Darmflora

Bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den menschlichen Darm besiedeln. Wird auch Mikrobiom genannt.

Darmflora

Bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den menschlichen Darm besiedeln. Wird auch Mikrobiom genannt.

DNA

Träger der gesamten Erbinformation

E

EGFR

Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor (epidermal growth factor receptor), der eine wichtige Rolle beim Zellwachstum spielt

Enzyme

Substanzen, die am Stoffwechsel von Zellen beteiligt sind

Enzyme

Enzyme ermöglichen biochemische Reaktionen in den Körperzellen oder beschleunigen diese.

Erythrozyten

Rote Blutkörperchen, welche den Sauerstoff im Blut transportieren

Essenzielle Nährstoffe

Braucht der menschliche Körper unbedingt zum Leben. Können wir nur über die Nahrung aufnehmen, nicht selbst im Körper produzieren.

Exergaming

Computerspiele, die zu körperlichen Bewegungen und Reaktionen auffordern.

F

Fatigue

erhöhte Erschöpfbarkeit; tritt als Begleiterscheinung verschiedener chronischer Krankheiten und bei Tumorerkrankungen auf.

Fertilitätsprotektion

Die Anwendung von Methoden zum Schutz der Fruchtbarkeit vor einer geplanten Therapie.

Fertilitätsprotektion

Die Anwendung von Methoden zum Schutz der Fruchtbarkeit vor einer geplanten Therapie.

Fettsäuren

Bestandteile der Nahrungsfette. Es gibt ungesättigte und gesättigte Fettsäuren. Das Verhältnis in der Nahrung zwischen diesen beiden Fettsäurearten ist wichtig, um gesund zu bleiben.

Feuchtes Wundmilieu

Durch geeignete Wundauflagen wird eine Wunde vor Austrocknung und Auskühlung geschützt sowie vor eindringenden Keimen, wobei der Austausch von Gasen und Wasserdampf gewährleistet bleibt. Führt in der Regel zu einer (besseren) Heilung einer Wunde ohne Schorfbildung.

Fruktoseintoleranz

Fruktose (Fruchtzucker) wird gar nicht oder nur in ganz kleinen Mengen vertragen und muss daher gemieden werden.

G

Genetische Tumoranalyse/Tumorprofiling

Umfassende Untersuchung von molekularen und funktionellen Eigenheiten von Tumoren.

Glukose-Oxydase

Kommt unter anderem in Honig vor und ist an der Konservierung des Honigs im Bienenstock beteiligt. Überträgt als Enzym Elektronen auf Sauerstoffmoleküle, sodass keimtötendes bzw. -hemmendes Wasserstoffperoxid entsteht.

GnRH-Analoga

Medikamente, die vorübergehend die Östrogenproduktion in den Eierstöcken unterbinden.

H

Hämoglobinwert

Die Menge des Blutfarbstoffs Hämoglobin gibt Aufschluss über die Anzahl der roten Blutkörperchen im Blut.

Hernie

Eingeweide treten durch einen Bruch in der Bauchwand hervor und lösen weiche Ausstülpungen am Körper aus. (Umgangssprachlich bekannt als: "sich einen Bruch heben").

histologisch

Feingeweblich; auch: Untersuchung von Gewebe unter dem Mikroskop.

HLA-Merkmale

Strukturen auf der Zelloberfläche, mit deren Hilfe das Immunsystem zwischen körpereigen und -fremd unterscheiden kann (HLA = Humane Leukozyten-Antigene).

Hochdosistherapie

Therapie, bei der Medikamente in besonders hoher Dosierung alle Krebszellen zerstören sollen; häufig als Vorbereitung für eine Stammzellspende.

Humanes Papillomavirus

Kurz HPV; Gruppe von sexuell übertragbaren Viren; einige HPV-Typen sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt.

I

Immun-Checkpoint-Inhibitoren

Antikörper, die an Immun-Checkpoints binden und diese blockieren. Tumorzellen schützen sich mithilfe von Immun-Checkpoints vor einem Angriff des Immunsystems. Durch die Hemmung der Immun-Checkpoints kann das Immunsystem die Krebszellen wieder erkennen und bekämpfen.

Immunochemotherapie

Eine Kombination aus Antikörper- und Chemotherapie.

immunologischer Stuhltest

Untersuchungsmethode zur Früherkennung einer Darmkrebserkrankung, wenn noch sich noch keine Symptome zeigen. Dabei kann man Blut im Stuhl nachweisen, was nicht mit dem bloßen Auge erkennbar ist.

Immunsuppressive Medikamente

Auch Immunsuppressiva genannt, sind Substanzen, die Immunreaktionen im Körper unterdrücken oder abschwächen.

Immuntherapie

Auch Antikörpertherapie genannt. Hierbei wird das Immunsystem mithilfe von verabreichten Antikörpern aktiviert und im Kampf gegen den Krebs unterstützt.

indolent

Schmerzlos. Jedoch wird bei Lymphonen das niedrigmalignes Lymphom als indolentes Lymphom bezeichnet und bedeutet, dass es relativ langsam wächst
und weniger Symptome verursacht als ein hochmalignes Lymphom.

Inflammation

Entzündung

Invasiv

Mit „invasiv“ wird das Hineinwachsen eines Tumors in das umgebende Gewebe bezeichnet.

K

Keimzelltumor

Bösartiger Hodentumor, Hodenkrebs

KRAS-Mutation

KRAS ist ein Protein, das in den Signalwegen für Zellwachstum vorkommt. Liegt im KRAS-Gen eine Mutation vor, kommt es zu einer dauerhaften Aktivierung des KRAS-Proteins und so zu unkontrollierten Zellteilungen und Tumorwachstum.

Kryokonservierung

Das Aufbewahren von Zellen oder Gewebe durch Einfrieren in flüssigem Stickstoff.

Kryotransfer

Die Überführung der aufgetauten, befruchteten Eizelle in die Gebärmutter.

Kurativ

Einschätzung der Ärzte ob derzeit verfügbare Therapieformen eine Heilung wahrscheinlich machen

L

Laparoskopie

Untersuchung des Bauchraums von innen mit einem Spezialendoskop (Laparoskop); auch Bauchspiegelung genannt. Dabei können auch Operationen durchgeführt werden.

LDH-Spiegel

Laktatdehydrogenase-Spiegel – ein Enzym, das als Hinweis für Zellschäden gilt

LDH-Werte

Menge eines bestimmten Eiweißes, der Laktat-Dehydrogenase (LDH), im Blut. Erhöhte Werte deuten auf eine Schädigung von Zellen im Körper hin.

Leukämie

Bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems („Blutkrebs“), bei der sich die weißen Blutkörperchen unkontrolliert vermehren.

Leukozyten

Sie sind ein Teil des Immunsystems und dienen der Ab­wehr infektiöser Erreger. Sie werden auch weiße Blutkör­perchen genannt und in Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten unterteilt.

Ligand

Stoff, der an ein Zielprotein, beispielsweise einen Rezeptor, spezifisch binden kann

Lungenlavage

Lungenspülung; mithilfe eines dünnen Schlauchs wird eine Flüssigkeit in die Atemwege gebracht und anschließend wieder abgesaugt.
Die so gewonnenen Zellen aus der Lunge können auf Veränderungen untersuchen werden.

lymphatische

die Lymphe oder die lymphatischen Organe betreffend

lymphatisches System

Komplexes Netzwerk bestehend aus den lymphatischen Organen und dem Lymphgefäßsystem.

Lymphknoten

Kreuzungspunkte der Lymphgefäße; hier werden Krankheitserreger abgefangen und aus dem Lymphsystem herausgefiltert.

Lymphom

chronische Lymphknotenvergrößerung oder -schwellung oder Tumor des Lymphgewebes

M

Mangelernährung

1. Einseitige Ernährung, bei der ein Mangel an bestimmten lebenswichtigen Stoffen besteht.
2. Nicht ausreichende Ernährung, z.B. bedingt durch einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen, der über die Nahrungszufuhr nicht gedeckt werden kann.

Mastektomie

Operation zur kompletten Entfernung der Brust.

Mediastinoskop

Gerät/Endoskop, mit dem der Arzt den Raum zwischen den Lungenflügeln, das Mediastinum, untersuchen kann.

Mediastinum

Raum im Brustkorb zwischen den Lungenflügeln.

Meditation

Spirituelle Praxis; verschiedene Übungen sollen Konzentration, Achtsamkeit, innere Ruhe und Entspannung fördern.

Melanom

Bösartiger Tumor der Haut

Menopausenstatus

Der Menopausenstatus gibt an, ob eine Frau noch ihre monatliche Regelblutung hat, in den Wechseljahren ist oder die Wechseljahre bereits vorbei sind. Im Fall von hormonabhängigem Brustkrebs ist dieser ein entscheidender Faktor für die Wahl einer geeigneten Antihormontherapie.

Mesotheliom

Seltener Tumor des Weichteilgewebes, der aus einer bestimmten Gewebeschicht, dem sogenannten Mesothel, hervorgeht.

Metastasen

Tochtergewülste, die aus einem ersten Tumor (Primärtumor) durch Verschleppung von lebensfähigen Tumorzellen

minimal-invasive Operationstechnik

Operationen, bei der so wenig Gewebe wie möglich verletzt wird

Monoklonaler Antikörper

Antikörper, der ganz spezifisch gegen einen bestimmten Molekülabschnitt eines Antigens (Epitop) wirkt, da er aus einem einzigen B-Lymphozyten entwickelt und hergestellt wurde

Monotherapie

Behandlung mit nur einem Medikament / Wirkstoff

Morbus Hodgkin

Bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems (u. a. Lymphbahnen und -knoten), auch „Lymphdrüsenkrebs“ genannt, mit Nachweis einer besonderen Zellart (sogenannte Reed-Sternberg-Riesenzellen).

mTOR

Eine Kinase (Enzym), welche das Wachstum von Krebszellen fördern kann.

Mukositis

Entzündung der Schleimhaut; tritt häufig infolge von Chemotherapie oder Bestrahlung auf und kann alle Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes betreffen.

Mutation

Spontan auftretende, dauerhafte Veränderung des Erbguts

myeloisch

Bezeichnet Vorläuferzellen, aus denen die roten Blutkörperchen, die Blutplättchen und bestimmte Abwehrzellen hervorgehen.

N

Neoblase

Blasenersatz; die Ersatzblase wird aus einem Stück des Dünndarms geformt.

Nicht-invasiv

Als nicht-invasiv bezeichnet man das Wachstum von Tumoren, die nicht in das Nachbargewebe Gewebe hineinwachsen.

nicht-muskelinvasive Tumoren

Der Tumor befindet sich nur in der Blasenschleimhaut und ist noch nicht in die Muskelschicht der Blase eingewachsen.

niedrig-maligne Lymphome

Langsam fortschreitende, gut behandelbare Krebserkrankung des lymphatischen Systems.

Nierenzellkarzinom

Häufigster, bösartiger Tumor der Niere

Non-Hodgkin-Lymphome

Sammelbezeichnung aller bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems, die kein Morbus Hodgkin sind.

O

Onkologie

Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Entstehung, Diagnose und Behandlung von Tumorerkrankungen befasst.

P

Palliativ

Ziel ist es, die Beschwerden einer Krankheit zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern, aber nicht mehr, das Leben zu verlängern

Passive Immunisierung

Eine Impfung mit einem Antikörper, der in der Regel von anderen Patienten stammt. Wirkt sofort, aber die Wirkung hält nicht lange an (nur ca. 3 Monate).

Pathogenese

Beschreibt die Enstehung und den Verlauf einer Erkrankung.

Pathologe

Facharzt, der Zellen und Gewebe auf krankhafte Veränderungen untersucht.

PD-1

PD-1 steht für „programmed cell death protein 1“, was „programmierter Zelltod“ bedeutet. Es ist ein Rezeptor auf bestimmten Immunzellen wie den T-Zellen und ist an der Hemmung der Immunantwort beteiligt.

PD-L1

Oberflächenmolekül, das als Bremse des Immunsystems wirkt und die zellzerstörende Aktitivät von T-Zellen herunterreguliert. Angriffspunkt für Immuntherapie.

Peripher

An den äußeren Zonen des Körpers liegend

Plattenepithelkarzinom

Auch Spinaliom; bösartiger Tumor, der in der Oberhaut entsteht.

Port

System mit kleiner Kammer unter der Haut zur Verabreichung von Infusionen. So muss nicht bei jeder Infusion ein neuer Zugang gelegt werden.

Positronen-Emissions-Tomographie

Ein bildgebendes, diagnostisches Verfahren. Mithilfe einer leicht radioaktiven Substanz werden Schnittbilder vom Körper erzeugt und Stoffwechselprozesse abgebildet. Es wird meist in Zusammenhang mit CT oder MRT verwendet. (Abkürzung: PET)

prädiktiver Gentest

Untersuchung auf genetische Veränderungen, bevor die Person Krankheitssymptome zeigt (wird z. B. bei erblich bedingten Erkrankungen eingesetzt, um zu überprüfen, ob die Person die Mutation geerbt hat).

Prognose

Vorhersage über die Entwicklung der Krebserkrankung

Psychoonkologe

Psychologen, die sich mit den psychischen, sozialen und sozialrechtlichen Folgen und Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung befasst und Krebspatienten
unterstützen.

psychoonkologisch

Die psychischen, sozialen und sozialrechtlichen Auswirkungen einer Krebserkrankung betreffend.

R

Remission

Vollständiger Rückgang oder vorübergehendes Nachlassen von Krankheitssymptomen

Resilienz

psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen

Rezeptor

Protein oder Proteinkomplex auf einer Zelle, an den Signalmoleküle binden können, die dadurch Signalprozesse im Innern der Zelle auslösen

Rezidiv

Eine Erkrankung kehrt zurück oder Krankheitssymptome treten wieder auf

Rezidiv

Eine Erkrankung kehrt zurück oder Krankheitssymptome treten wieder auf

S

Salvage-Therapie

Erneute Behandlung von Patienten, die einen Rückfall erleiden oder deren Erkrankung nicht auf die Standardtherapie anspricht (engl. salvage = Rettung).

Sarkom

bösartiger Tumor des Binde- und Stützgewebes

Sarkopenie

Abbau der Skelettmuskulatur, der mit Funktionseinbußen einhergeht; normalerweise altersbedingt, tritt aber auch in Zusammenhang mit Krebserkrankungen auf.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Inhaltsstoffe von Pflanzen, die ihrem eigenen Schutz dienen und vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen haben (dazu gehören z.B. Carotinoide, Flavonoide, Polyphenole, Saponine oder Terpene).

Sekundäres Lymphödem

Flüssigkeitsansammlung im Gewebe infolge einer Operation, Infektion oder Verletzung.

Skelettszintigramm

Bildgebende Untersuchungsmethode, die mithilfe eines schwach radioaktiven Mittels Knochenveränderungen wie Knochenmetastasen sichtbar machen kann.

Spinaliom

Auch Plattenepithelkarzinom; bösartiger Tumor, der in der Oberhaut entsteht.

Stammzellen

Körperzellen, die sich in verschiedene Zelltypen entwickeln können.

Stammzellentransplantation

Bei einer sehr hoch dosierte Chemotherapie oder einer Bestrahlung des ganzen Körpers (beispielsweise für Erkrankte mit Lymphknotenkrebs, multiplem Myelom oder bestimmten Formen von Blutkrebs) werden mit den Krebszellen auch die blutbildenden Zellen im Knochenmark zerstört. Betroffene müssen dann möglichst rasch neue Blutstammzellen erhalten. Entweder von einem Spender oder je nach Erkrankung auch eigene, gesunde Stammzellen, die vor der Krebstherapie entnommen wurden.

Stent

Stent

Stoma

Durch eine Operation angelegte Körperöffnung; Beispiele sind ein künstlicher Darm- oder Blasenausgang.

Strahlentherapie

Lokale Therapie, bei der energiereiche Strahlen das Erbmaterial der Tumorzellen so stark schädigen, dass sie absterben.

T

terminale Niereninsuffizienz

dauerhaftes Versagen der Nierenfunktion

Therapeutische Impfung

Impfung, die bei bereits erkrankten Menschen eingesetzt wird, um den Krankheitsprozess günstig zu beeinflussen.

Thrombozyten

Auch Blutplättchen genannt; Blutzellen, die wichtig für die Blutgerinnung sind.

Thymus

Kleines Organ, in dem die Vermehrung und Reifung von bestimmten Abwehrzellen, den T-Zellen, stattfindet.

TNM ist eine internationale, einheitliche Klassifikation

T: steht für Tumor und beschreibt seine Größe und Ausehnung N: steht für Nodi (=Knoten), bezeichnet den Zustand der Lymphknoten in Tumornähe M: steht für Metastasen

Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion

Nach einer Stammzellspende richten sich die fremden Immunzellen gegen den Empfänger.

Tumorantigen

Ein Merkmal, das typisch für Krebszellen ist und das auf gesunden Zellen nicht oder nur in anderer Form oder Häufigkeit vorkommt. Das Immunsystem kann Tumorantigene erkennen und die Krebszellen daraufhin vernichten.

Tumorassoziiert

In Zusammenhang mit dem Tumor stehend.

Tumorkachexie

Bei Krebspatienten im Rahmen der Erkrankung auftretende Auszehrung und Abmagerung (Kachexie) des Körpers.

Tumorlyse-Syndrom

Stoffwechselentgleisung, die durch die plötzliche Zerstörung vieler Tumorzellen entstehen kann. Dabei werden viele Inhaltsstoffe aus den zerstörten Zellen ins Blut freigesetzt, die dann im Kreislauf umherwandern. Diese Überflutung des Organismus kann zu einer lebensbedrohlichen Überforderung des Stoffwechsels führen.

Tumormarker

Substanzen, an denen man eine bestimmte Krebsart erkennen kann, da sie verstärkt in Tumorzellen gebildet werden.

Tyrosinkinase-Inhibitoren

Medikamente, die Tyrosinkinasen hemmen und so bestimmte Signalwege zwischen Tumorzellen blockieren.

U

Urologe

Facharzt, der Erkrankungen der Nieren, der ableitenden Harnwege, der Blase und der männlichen Geschlechtsorgane behandelt.

Urothelkarzinom

Bösartiger Tumor im Nierenbecken, dem Harnleiter, der Harnröhre oder in der Blasev

V

VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)

Wachstumsfaktor, der für die Bildung neuer Blutgefäße wichtig ist

Z

Zellmembran

Hülle um eine Zelle herum, „Haut“ der Zelle

Zentrales Nervensystem (ZNS)

Umfasst das Gehirn und das Rückenmark

Zielgerichtete Krebstherapien

Arzneimittel, die sich gegen Eigenschaften der Krebszellen richten, die für das Tumorwachstum wichtig sind.

Zielgerichtete Therapie

Therapien, die sich gezielt gegen bestimmte biologische Eigenschaften des Tumors richten.

Zweitlinientherapie

Die Zweitlinientherapie ist die Therapie, die angewendet wird, wenn nach Abschluss der ersten Behandlung (Erstlinientherapie) ein Therapieerfolg ausbleibt, z.B. ein Tumor wieder wächst oder sich Metastasen bilden

Zystoskop

Spezielles Endoskop zur Untersuchung des Inneren der Harnblase.

Zytokine

Körpereigene Signalstoffe, die vom Immunsystem zur Kommunikation benutzt werden.

Zytostatika

Zellgifte, die vor allem schnell wachsende Zellen wie Tumorzellen vernichten und bei einer Chemotherapie zum Einsatz kommen.

Zytostatika

Medikamente, die häufig bei einer Chemotherapie eingesetzt werden. Sie sind schädlich für Zellen, da sie den normalen Zellzyklus stören und so die Vermehrung der Zellen verhindern.