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Das K Wort - Diagnose Krebs
Sag Ja zum Leben!
Aufgeschlagene Infobroschüren auf rosafarbenem Grund
© MARC TRAN / Stocksy
Rund um den Krebs

Lexikon rund um Krebs

Hast du das auch schon einmal erlebt? Im Arztgespräch prasseln die Informationen und Fachbegriffe aus der klinischen Praxis nur so auf dich ein. Da könnte manchmal ein Dolmetscher wirklich hilfreich sein, damit du die wertvollen Inhalte rund um deine Erkrankung und Therapie richtig einordnen kannst.

Von A wie „auffälliger Befund“ bis Z wie „Zytostatika“

Unser Lexikon übersetzt medizinische Fachbegriffe in patientenverständliche Sprache – damit du dich beim nächsten Termin mit deinem Behandlungsteam oder beim Lesen von interessanten Studienergebnissen darauf konzentrieren kannst zu verstehen, was die Inhalte für dich persönlich bedeuten.

5

5-Jahres-Überlebensrate

Statistischer Wert, der angibt, wieviel Prozent der Patienten mit einer bestimmten Krebserkrankung nach 5 Jahren noch leben.

A

Aktinische Keratose

Eine Vorstufe oder ganz frühe Form vom hellen Hautkrebs.

Aktive Immunisierung

Durch eine Impfung wird der Körper mit einem Antigen konfrontiert, gegen das sein Immunsystem in der Folge aktiv Antikörper entwickelt. Die Immunisierung setzt nach einiger Zeit ein (Tage bis Wochen) und hält in der Regel danach lange an.

Allogen

Von einem Spender stammend

Anämie

Mangel an roten Blutkörperchen, wodurch der Körper unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Anamnese

Befragung zur Krankengeschichte durch den:die Ärzt:in; wichtiger Bestandteil der Diagnosestellung.

Angiogenesehemmer

Therapeutischer Antikörper, der die Gefäßneubildung zum Tumor blockiert, wodurch dieser aushungert.

Angiographie

Untersuchung der Blutgefäße.

Anti-Müller-Hormon (AMH)

Das Anti-Müller-Hormon (AMH) gibt Aufschluss über die Anzahl an Eizellen, die eine geschlechtsreife Frau produziert.

Antigen

Struktur auf der Zelloberfläche, die von Antikörpern und Lymphozyten erkannt wird

Antikörper

Eiweißmoleküle, die Krankheitserreger und andere Fremdstoffe bekämpfen; werden vom Immunsystem produziert, sobald ein Antigen erkannt wird.

Antikörpertherapie

Auch Immuntherapie genannt. Hierbei wird das Immunsystem mithilfe von verabreichten Antikörpern aktiviert und im Kampf gegen den Krebs unterstützt.

Antiöstrogene

Medikamente, die die Wirkung von Östrogen auf die Krebszellen unterdrücken. Sie blockieren die Andockstellen für Östrogen oder beschleunigen deren Abbau.

Aromatasehemmer

Blockieren ein Enzym (Aromatase), das zur Östrogenbildung im Muskel- und Fettgewebe nötig ist. Sie blockieren nicht die Östrogenbildung in den Eierstöcken.

B

B-Lymphozyten

Auch B-Zellen genannt; Unterform der Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören und Teil des Immunsystems sind.

B-Zellen

Auch B-Lymphozyten genannt; Unterform der Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören und Teil des Immunsystems sind und Antikörper bilden.

Ballaststoffe

Unverdauliche Nahrungsbestandteile aus Pflanzen, auch Faserstoffe genannt, die wichtig für Darmtätigkeit sind.

Basaliom

Auch Basalzellkarzinom oder „heller Hautkrebs“; langsam wachsender, bösartiger Tumor, der aus den sogenannten Basalzellen der Oberhaut entsteht.

Basalzellen

Zellen in der tiefen Schicht der Oberhaut, die für die Erneuerung der Epithelzellen (äußere Hautschicht) sorgen.

Bildgebende Verfahren

Mit ihrer Hilfe kann das Körperinnere bildlich dargestellt werden. Sie helfen bei der Diagnose von Krebserkrankungen. Zu ihnen gehören beispielsweise Ultraschall, Röntgen, CT und MRT.

Biologische Wertigkeit

Ein Maß dafür, wie effizient der Körper Proteine aus der Nahrung in körpereigene Proteine umwandeln kann.

Biomarker

Biologische Merkmale, die objektiv gemessen werden und Aufschluss über Prozesse oder Krankheitsverläufe im Körper geben können.

Biopsie

Entnahme und feingewebliche Untersuchung eines Gewebes.

Bispezifische Antikörper

Bispezifische Antikörper binden Tumor- und Immunzelle gleichzeitig und ermöglichen so die Beseitigung der Tumorzellen.

Blut-Hirn-Schranke (BHS)

Selektive Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem ZNS, die den Stoffaustausch kontrolliert und so verhindert, das schädliche Substanzen ins ZNS gelangen

blutbildendes System

Organe, die für die Bildung der Blutzellen verantwortlich sind; vor allem das Knochmark.

C

CAR-T-Zellen

CAR steht für „Chimärer Antigen-Rezeptor“. Dieser Rezeptor erkennt bestimmte Oberflächenmerkmale auf Krebszellen. CAR-T-Zellen sind im Labor veränderte T-Zellen, in die dieser Rezeptor integriert wurde. Sie werden der betroffenen Person verabreicht und können die Krebszellen erkennen und bekämpfen.

Chemotherapie

Krebstherapie mit Zellgiften (Zytostatika), die vor allem sich schnell teilende Zellen wie Tumorzellen vernichten.

Comprehensive Genomic Profiling

Eine umfassende genetische Tumoranalyse, mit der innerhalb kürzester Zeit mit nur einem Test ein umfassendes genetisches Tumorprofil erstellt werden kann, das mehrere hunderte mögliche genetische Veränderungen untersucht und somit auch seltene Mutationen aufdecken kann.

Computertomographie

Bildgebende Untersuchungsmethode, die mithilfe von Röntgenstrahlen einzelne Schichten des gesamten Körpers darstellen kann.

CRS

Beim Zytokin-Freisetzungssyndrom (englisch: Cytokin-Release-Syndrom, CRS) kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems.

D

Darmflora

Bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den menschlichen Darm besiedeln. Wird auch Mikrobiom genannt.

DNA

Träger der gesamten Erbinformation

Dysplasie

Zell- bzw. Gewebeveränderung

E

EGFR

Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor (epidermal growth factor receptor), der eine wichtige Rolle beim Zellwachstum spielt

EGFR-Mutation

EGFR steht für (engl.) „Epidermal Growth Factor Receptor“ – (dt.) epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor. Er befindet sich auf der Oberfläche von Zellen und hat eine Andockstelle für bestimmte Botenstoffe, die zu einem Zellwachstum führen. Liegt eine Mutation in dem EGFR-Gen vor, kommt es zu einer unkontrollierten Zellteilung.

Elektroenzephalographie

Untersuchung der elektrischen Aktivität des Gehirns.

Endoskopie

Mit einer Endoskopie (wörtlich übersetzt: ins Innere sehen) können Hohlorgane und Körperhöhlen untersucht werden, z. B. mithilfe eines schlauchförmigen medizinischen Instruments (Endoskop).

Enzyme

Enzyme sind Substanzen, die am Stoffwechsel von Zellen beteiligt sind. Sie ermöglichen biochemische Reaktionen in den Körperzellen oder beschleunigen diese.

Erythrozyten

Rote Blutkörperchen, welche den Sauerstoff im Blut transportieren

Essenzielle Nährstoffe

Braucht der menschliche Körper unbedingt zum Leben. Können wir nur über die Nahrung aufnehmen, nicht selbst im Körper produzieren.

Exergaming

Computerspiele, die zu körperlichen Bewegungen und Reaktionen auffordern.

F

Fatigue

erhöhte Erschöpfbarkeit; tritt als Begleiterscheinung verschiedener chronischer Krankheiten und bei Tumorerkrankungen auf.

Fernmetastasen

Metastasen, die sich nicht in der Nähe des Primärtumors oder im umliegenden Lymphknotensystem befinden. Das unterscheidet sie von lokalen Metastasen, die sich in der näheren Umgebung des Tumors befinden. Fernmetastasen entstehen, wenn sich Tumorzellen über das Blut- oder Lymphsystem im Körper ausbreiten.

Fertilitätsprotektion

Die Anwendung von Methoden zum Schutz der Fruchtbarkeit vor einer geplanten Therapie.

Fettsäuren

Bestandteile der Nahrungsfette. Es gibt ungesättigte und gesättigte Fettsäuren. Das Verhältnis in der Nahrung zwischen diesen beiden Fettsäurearten ist wichtig, um gesund zu bleiben.

Feuchtes Wundmilieu

Durch geeignete Wundauflagen wird eine Wunde vor Austrocknung und Auskühlung geschützt sowie vor eindringenden Keimen, wobei der Austausch von Gasen und Wasserdampf gewährleistet bleibt. Führt in der Regel zu einer (besseren) Heilung einer Wunde ohne Schorfbildung.

Fruktoseintoleranz

Fruktose (Fruchtzucker) wird gar nicht oder nur in ganz kleinen Mengen vertragen und muss daher gemieden werden.

G

Generation

Liegt ein Medikament in einer fortgeschrittenen Generation vor, ist es im Vergleich zu vorherigen Generationen verbessert worden. Zum Beispiel hat es eine längere Wirkdauer oder geringere Nebenwirkungen. 

Genetische Tumoranalyse/Tumorprofiling

Umfassende Untersuchung von molekularen und funktionellen Eigenheiten von Tumoren.

Gliazellen

Der Begriff umfasst alle Zellen im Nervensystem, die keine Nervenzellen sind.

Glukose-Oxydase

Kommt unter anderem in Honig vor und ist an der Konservierung des Honigs im Bienenstock beteiligt. Überträgt als Enzym Elektronen auf Sauerstoffmoleküle, sodass keimtötendes bzw. -hemmendes Wasserstoffperoxid entsteht.

GnRH-Analoga

Medikamente, die vorübergehend die Östrogenproduktion in den Eierstöcken unterbinden.

H

Hämoglobinwert

Die Menge des Blutfarbstoffs Hämoglobin gibt Aufschluss über die Anzahl der roten Blutkörperchen im Blut.

HCC

Hepatocelluläres Carcinom / hepatozelluläres Karzinom: ein Tumor, der von Leberzellen (Hepatozyten) ausgeht. Synonym verwendet für Leberkrebs, Leberzellkrebs oder Leberzellkarzinom.

HER2 (Humaner Epidermaler Rezeptor)

Rezeptor, der auf Zelloberfläche sitzt. An ihn können Wachstumsfaktoren binden und so eine Zellteilung auslösen.

Hernie

Eingeweide treten durch einen Bruch in der Bauchwand hervor und lösen weiche Ausstülpungen am Körper aus. (Umgangssprachlich bekannt als: "sich einen Bruch heben").

histologisch

Feingeweblich; auch: Untersuchung von Gewebe unter dem Mikroskop.

HLA-Merkmale

Strukturen auf der Zelloberfläche, mit deren Hilfe das Immunsystem zwischen körpereigen und -fremd unterscheiden kann (HLA = Humane Leukozyten-Antigene).

Hochdosistherapie

Therapie, bei der Medikamente in besonders hoher Dosierung alle Krebszellen zerstören sollen; häufig als Vorbereitung für eine Stammzellspende.

Humanes Papillomavirus

Kurz HPV; Gruppe von sexuell übertragbaren Viren; einige HPV-Typen sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt.

I

Ileum-Conduit

Eine künstliche Verbindung zwischen Harnleiter und Bauchhaut, die aus einem 10-15 cm langen Stück aus dem letzten Abschnitt des Dünndarms (Ileum) gebildet wird.

Immun-Checkpoint-Inhibitoren

Antikörper, die an Immun-Checkpoints binden und diese blockieren. Tumorzellen schützen sich mithilfe von Immun-Checkpoints vor einem Angriff des Immunsystems. Durch die Hemmung der Immun-Checkpoints kann das Immunsystem die Krebszellen wieder erkennen und bekämpfen.

Immunchemotherapie

Eine Kombination aus Antikörper- und Chemotherapie.

immunhistologische Marker

Bestimmte Moleküle, die auf der Oberfläche von Tumorzellen vorkommen und die von bestimmten Antikörpern erkannt werden. Durch die Bindung der Antikörper können sie identifiziert und einem Ursprungsgewebe zugeordnet werden.

immunologischer Stuhltest

Untersuchungsmethode zur Früherkennung einer Darmkrebserkrankung, wenn noch sich noch keine Symptome zeigen. Dabei kann man Blut im Stuhl nachweisen, was nicht mit dem bloßen Auge erkennbar ist.

Immunsuppressive Medikamente

Auch Immunsuppressiva genannt, sind Substanzen, die Immunreaktionen im Körper unterdrücken oder abschwächen.

Immuntherapie

Auch Antikörpertherapie genannt. Hierbei wird das Immunsystem mithilfe von verabreichten Antikörpern aktiviert und im Kampf gegen den Krebs unterstützt.

indolent

Schmerzlos. Jedoch wird bei Lymphonen das niedrigmalignes Lymphom als indolentes Lymphom bezeichnet und bedeutet, dass es relativ langsam wächst und weniger Symptome verursacht als ein hochmalignes Lymphom.

Inflammation

Entzündung

Invasiv

Mit „invasiv“ wird das Hineinwachsen eines Tumors in das umgebende Gewebe bezeichnet.

K

Keimzelltumor

Bösartiger Hodentumor, Hodenkrebs

Kontinente (trockene) Harnableitung

Harnableitung, bei der Betroffene den Urin selbst halten und die Entleerung kontrollieren können.

KRAS-Mutation

KRAS ist ein Protein, das in den Signalwegen für Zellwachstum vorkommt. Liegt im KRAS-Gen eine Mutation vor, kommt es zu einer dauerhaften Aktivierung des KRAS-Proteins und so zu unkontrollierten Zellteilungen und Tumorwachstum.

Kryokonservierung

Das Aufbewahren von Zellen oder Gewebe durch Einfrieren in flüssigem Stickstoff.

Kryotransfer

Die Überführung der aufgetauten, befruchteten Eizelle in die Gebärmutter.

Kurativ

Einschätzung der Ärzte ob derzeit verfügbare Therapieformen eine Heilung wahrscheinlich machen

L

Laparoskopie

Untersuchung des Bauchraums von innen mit einem Spezialendoskop (Laparoskop); auch Bauchspiegelung genannt. Dabei können auch Operationen durchgeführt werden.

LDH-Spiegel

Laktatdehydrogenase-Spiegel – ein Enzym, das als Hinweis für Zellschäden gilt

LDH-Werte

Menge eines bestimmten Eiweißes, der Laktat-Dehydrogenase (LDH), im Blut. Erhöhte Werte deuten auf eine Schädigung von Zellen im Körper hin.

Leukämie

Bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems („Blutkrebs“), bei der sich die weißen Blutkörperchen unkontrolliert vermehren.

Leukozyten

Sie sind ein Teil des Immunsystems und dienen der Abwehr infektiöser Erreger. Sie werden auch weiße Blutkörperchen genannt und in Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten unterteilt.

Ligand

Stoff, der an ein Zielprotein, beispielsweise einen Rezeptor, spezifisch binden kann

Linker

Ein Linker (von engl. „link“ = Verbindung) ist bei einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat eine stabile chemische Verbindung zwischen einem Antikörper und einem Chemotherapeutikum. So kann das Chemotherapeutikum vom Antikörper gezielt dahin transportiert werden, wo es wirken soll.

Liquor

Klare Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt und kaum Eiweiße (Proteine) sowie nur wenig Zellen enthält. Funktion: Schutz des ZNS, Stoffwechsel der Nervenzellen, Transport von Immunzellen.

Liquorraum

Hohlräume im und um das Gehirn sowie das Rückenmark; enthält Liquor (Nervenwasser).

Liquoruntersuchung

Untersuchung des Nervenwassers.

Lungenlavage

Lungenspülung; mithilfe eines dünnen Schlauchs wird eine Flüssigkeit in die Atemwege gebracht und anschließend wieder abgesaugt.
Die so gewonnenen Zellen aus der Lunge können auf Veränderungen untersuchen werden.

lymphatische

die Lymphe oder die lymphatischen Organe betreffend

lymphatisches System

Komplexes Netzwerk bestehend aus den lymphatischen Organen und dem Lymphgefäßsystem.

Lymphknoten

Kreuzungspunkte der Lymphgefäße; hier werden Krankheitserreger abgefangen und aus dem Lymphsystem herausgefiltert.

Lymphom

chronische Lymphknotenvergrößerung oder -schwellung oder Tumor des Lymphgewebes

M

Magnetresonanztomographie

Auch als Kernspintomographie bezeichnet.Bildgebende Untersuchungsmethode, die mithilfe eines starken Magnetfeldes exakte Bilder des Gewebes erstellen kann.

Mangelernährung

1. Einseitige Ernährung, bei der ein Mangel an bestimmten lebenswichtigen Stoffen besteht.
2. Nicht ausreichende Ernährung, z.B. bedingt durch einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen, der über die Nahrungszufuhr nicht gedeckt werden kann.

Mastektomie

Operation zur kompletten Entfernung der Brust.

Mediastinoskop

Gerät/Endoskop, mit dem der Arzt den Raum zwischen den Lungenflügeln, das Mediastinum, untersuchen kann.

Mediastinum

Raum im Brustkorb zwischen den Lungenflügeln.

Meditation

Spirituelle Praxis; verschiedene Übungen sollen Konzentration, Achtsamkeit, innere Ruhe und Entspannung fördern.

Melanom

Bösartiger Tumor der Haut

Menopausenstatus

Der Menopausenstatus gibt an, ob eine Frau noch ihre monatliche Regelblutung hat, in den Wechseljahren ist oder die Wechseljahre bereits vorbei sind. Im Fall von hormonabhängigem Brustkrebs ist dieser ein entscheidender Faktor für die Wahl einer geeigneten Antihormontherapie.

Mesotheliom

Seltener Tumor des Weichteilgewebes, der aus einer bestimmten Gewebeschicht, dem sogenannten Mesothel, hervorgeht.

Metastasen

Tochtergewülste, die aus einem ersten Tumor (Primärtumor) durch Verschleppung von lebensfähigen Tumorzellen

minimal-invasive Operationstechnik

Operationen, bei der so wenig Gewebe wie möglich verletzt wird

molekularbiologische Methoden

Die Molekularbiologie beschäftigt sich mit den Grundlagen der DNA sowie mit den Prozessen, die damit in Verbindung stehen. Zu molekularbiologischen Methoden gehört z. B. die Vervielfältigung von DNA.

Monoklonaler Antikörper

Antikörper, der ganz spezifisch gegen einen bestimmten Molekülabschnitt eines Antigens (Epitop) wirkt, da er aus einem einzigen B-Lymphozyten entwickelt und hergestellt wurde

Monotherapie

Behandlung mit nur einem Medikament / Wirkstoff

Morbus Hodgkin

Bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems (u. a. Lymphbahnen und -knoten), auch „Lymphdrüsenkrebs“ genannt, mit Nachweis einer besonderen Zellart (sogenannte Reed-Sternberg-Riesenzellen).

mTOR

Eine Kinase (Enzym), welche das Wachstum von Krebszellen fördern kann.

Mukositis

Entzündung der Schleimhaut; tritt häufig infolge von Chemotherapie oder Bestrahlung auf und kann alle Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes betreffen.

Mutation

Spontan auftretende, dauerhafte Veränderung des Erbguts

myeloisch

Bezeichnet Vorläuferzellen, aus denen die roten Blutkörperchen, die Blutplättchen und bestimmte Abwehrzellen hervorgehen.

N

Nabel-Pouch

Andere Bezeichnung: Bauchnabel-Blase (Pouch = Beutel); wird durch einen Ventil nach außen abgedichtet und mithilfe eines Katheters entleert.

Neoblase

Blasenersatz; die Ersatzblase wird aus einem Stück des Dünndarms geformt.

Nicht-invasiv

Als nicht-invasiv bezeichnet man das Wachstum von Tumoren, die nicht in das Nachbargewebe Gewebe hineinwachsen.

nicht-muskelinvasive Tumoren

Der Tumor befindet sich nur in der Blasenschleimhaut und ist noch nicht in die Muskelschicht der Blase eingewachsen.

niedrig-maligne Lymphome

Langsam fortschreitende, gut behandelbare Krebserkrankung des lymphatischen Systems.

Nierenzellkarzinom

Häufigster, bösartiger Tumor der Niere

Non-Hodgkin-Lymphome

Sammelbezeichnung aller bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems, die kein Morbus Hodgkin sind.

non-pCR

Non-pCR bedeutet, dass keine pCR erreicht wurde. Nach einer Therapie sind noch Tumorzellen vorhanden.

NTRK

NTRK steht für Neurotrophe-Tyrosinkinasen. Sie können am unkontrollierten Tumorwachstum bei manchen Krebserkrankungen beteiligt sein.

O

Onkologie

Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Entstehung, Diagnose und Behandlung von Tumorerkrankungen befasst.

orthotop

An der regulären (physiologischen) Stelle im Körper.

P

Palliativ

Ziel ist es, die Beschwerden einer Krankheit zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern, aber nicht mehr, das Leben zu verlängern

Passive Immunisierung

Eine Impfung mit einem Antikörper, der in der Regel von anderen Patientinnen oder Patienten stammt. Wirkt sofort, aber die Wirkung hält nicht lange an (nur ca. 3 Monate).

Pathogenese

Beschreibt die Enstehung und den Verlauf einer Erkrankung.

Pathologe

Facharzt, der Zellen und Gewebe auf krankhafte Veränderungen untersucht.

pCR

pCR steht für pathologische Komplettremission. Das bedeutet, dass nach einer Therapie keine Tumorzellen mehr nachgewiesen werden können.

PD-1

PD-1 steht für „programmed cell death protein 1“, was „programmierter Zelltod“ bedeutet. Es ist ein Rezeptor auf bestimmten Immunzellen wie den T-Zellen und ist an der Hemmung der Immunantwort beteiligt.

PD-L1

Oberflächenmolekül, das als Bremse des Immunsystems wirkt und die zellzerstörende Aktitivät von T-Zellen herunterreguliert. Angriffspunkt für Immuntherapie.

Peripher

An den äußeren Zonen des Körpers liegend

Plattenepithelkarzinom

Auch Spinaliom; bösartiger Tumor, der in der Oberhaut entsteht.

Port

dauerhafter Zugang von außen in die Vene

Positronen-Emissions-Tomographie

Ein bildgebendes, diagnostisches Verfahren. Mithilfe einer leicht radioaktiven Substanz werden Schnittbilder vom Körper erzeugt und Stoffwechselprozesse abgebildet. Es wird meist in Zusammenhang mit CT oder MRT verwendet. (Abkürzung: PET)

postoperativ

Nach einer Operation; im Anschluss an einen chirurgischen Eingriff.

prädiktiver Gentest

Untersuchung auf genetische Veränderungen, bevor die Person Krankheitssymptome zeigt (wird z. B. bei erblich bedingten Erkrankungen eingesetzt, um zu überprüfen, ob die Person die Mutation geerbt hat).

Prognose

Vorhersage über die Entwicklung der Krebserkrankung

Psychoonkologe

Psycholog:innen, die sich mit den psychischen, sozialen und sozialrechtlichen Folgen und Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung befassen und Krebspatient:innen begleiten.

psychoonkologisch

Die psychischen, sozialen und sozialrechtlichen Auswirkungen einer Krebserkrankung betreffend.

R

Randomisierung

Die zufällige Aufteilung von Studienteilnehmenden auf die verschiedenen Gruppen, die in der Studie verglichen werden.

Remission

Vollständiger Rückgang oder vorübergehendes Nachlassen von Krankheitssymptomen

Resilienz

psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen

Rezeptor

Protein oder Proteinkomplex auf einer Zelle, an den Signalmoleküle binden können, die dadurch Signalprozesse im Innern der Zelle auslösen

Rezidiv

Eine Erkrankung kehrt zurück oder Krankheitssymptome treten wieder auf

ROS1

Die ROS1-Genmutation führt dazu, dass dauerhaft Wachstumssignale an das Tumorgewebe weitergeleitet werden und so die Ausbreitung beschleunigt wird.

S

Salvage-Therapie

Erneute Behandlung von Patienten, die einen Rückfall erleiden oder deren Erkrankung nicht auf die Standardtherapie anspricht (engl. salvage = Rettung).

Sarkom

bösartiger Tumor des Binde- und Stützgewebes

Sarkopenie

Abbau der Skelettmuskulatur, der mit Funktionseinbußen einhergeht; normalerweise altersbedingt, tritt aber auch in Zusammenhang mit Krebserkrankungen auf.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Inhaltsstoffe von Pflanzen, die ihrem eigenen Schutz dienen und vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen haben (dazu gehören z.B. Carotinoide, Flavonoide, Polyphenole, Saponine oder Terpene).

Sekundäres Lymphödem

Flüssigkeitsansammlung im Gewebe infolge einer Operation, Infektion oder Verletzung.

Skelettszintigramm

Bildgebende Untersuchungsmethode, die mithilfe eines schwach radioaktiven Mittels Knochenveränderungen wie Knochenmetastasen sichtbar machen kann.

Spinaliom

Auch Plattenepithelkarzinom; bösartiger Tumor, der in der Oberhaut entsteht.

Stammzellen

Körperzellen, die sich in verschiedene Zelltypen entwickeln können.

Stammzellentransplantation

Bei einer sehr hoch dosierte Chemotherapie oder einer Bestrahlung des ganzen Körpers (beispielsweise für Erkrankte mit Lymphknotenkrebs, multiplem Myelom oder bestimmten Formen von Blutkrebs) werden mit den Krebszellen auch die blutbildenden Zellen im Knochenmark zerstört. Betroffene müssen dann möglichst rasch neue Blutstammzellen erhalten. Entweder von einem Spender oder je nach Erkrankung auch eigene, gesunde Stammzellen, die vor der Krebstherapie entnommen wurden.

Stent

Röhrchen-Implantat zum Offenhalten von Gefäßen

Stoma

künstlicher Ausgang von Magen, Darm oder Blase

Strahlentherapie

Lokale Therapie, bei der energiereiche Strahlen das Erbmaterial der Tumorzellen so stark schädigen, dass sie absterben.

Studienarme

In der Regel werden in Studien mindestens zwei Gruppen untersucht. Jede Gruppe bildet einen Studienarm. Alle Teilnehmenden in einem Studienarm erhalten die gleiche Behandlung.

T

terminale Niereninsuffizienz

dauerhaftes Versagen der Nierenfunktion

Therapeutische Impfung

Impfung, die bei bereits erkrankten Menschen eingesetzt wird, um den Krankheitsprozess günstig zu beeinflussen.

Thrombozyten

Auch Blutplättchen genannt; Blutzellen, die wichtig für die Blutgerinnung sind.

Thymus

Kleines Organ, in dem die Vermehrung und Reifung von bestimmten Abwehrzellen, den T-Zellen, stattfindet.

TNM

ist eine internationale, einheitliche Klassifikation. T: steht für Tumor und beschreibt seine Größe und Ausehnung N: steht für Nodi (=Knoten), bezeichnet den Zustand der Lymphknoten in Tumornähe M: steht für Metastasen

Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion

Nach einer Stammzellspende richten sich die fremden Immunzellen gegen den Empfänger.

Treibermutation

Eine genetische Veränderung, die das Wachstum und die Vermehrung von Tumorzellen fördert.

Tumorantigen

Ein Merkmal, das typisch für Krebszellen ist und das auf gesunden Zellen nicht oder nur in anderer Form oder Häufigkeit vorkommt. Das Immunsystem kann Tumorantigene erkennen und die Krebszellen daraufhin vernichten.

Tumorassoziiert

In Zusammenhang mit dem Tumor stehend.

Tumorkachexie

Bei Krebspatienten im Rahmen der Erkrankung auftretende Auszehrung und Abmagerung (Kachexie) des Körpers.

Tumorlyse-Syndrom

Stoffwechselentgleisung, die durch die plötzliche Zerstörung vieler Tumorzellen entstehen kann. Dabei werden viele Inhaltsstoffe aus den zerstörten Zellen ins Blut freigesetzt, die dann im Kreislauf umherwandern. Diese Überflutung des Organismus kann zu einer lebensbedrohlichen Überforderung des Stoffwechsels führen.

Tumormarker

Substanzen, an denen man eine bestimmte Krebsart erkennen kann, da sie verstärkt in Tumorzellen gebildet werden.

Tyrosinkinase-Inhibitoren

Medikamente, die Tyrosinkinasen hemmen und so bestimmte Signalwege zwischen Tumorzellen blockieren.

U

Ultraschall-Untersuchung (Sonographie)

Bei einer Ultraschall- Untersuchung werden mit Hilfe von Schallwellen innere Organe sichtbar gemacht. Die Ultraschallwellen treffen im Körper auf Gewebe und Organe und werden von dort wie ein Echo zurückgeworfen. Diese Echos werden im Computer zu einem Ultraschallbild umgewandelt. Bei Ultraschalluntersuchungen entsteht keine Strahlenbelastung.

Urologe

Facharzt, der Erkrankungen der Nieren, der ableitenden Harnwege, der Blase und der männlichen Geschlechtsorgane behandelt.

Urostoma

Künstliche Harnableitung über eine Öffnung (Stoma) in der Bauchdecke.

Urothelkarzinom

Bösartiger Tumor im Nierenbecken, dem Harnleiter, der Harnröhre oder in der Blasev

V

VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)

Wachstumsfaktor, der für die Bildung neuer Blutgefäße wichtig ist

W

Wachstumsfaktor

Botenstoff, der an einen Rezeptor auf einer Zelloberfläche bindet und ein Signal zur Zellteilung weiterleitet bzw. auslöst.

Z

Zellmembran

Hülle um eine Zelle herum, „Haut“ der Zelle

Zentrales Nervensystem (ZNS)

Umfasst das Gehirn und das Rückenmark

Zielgerichtete Krebstherapien

Arzneimittel, die sich gegen Eigenschaften der Krebszellen richten, die für das Tumorwachstum wichtig sind.

Zielgerichtete Therapie

Therapien, die sich gezielt gegen bestimmte biologische Eigenschaften des Tumors richten.

Zweitlinientherapie

Die Zweitlinientherapie ist die Therapie, die angewendet wird, wenn nach Abschluss der ersten Behandlung (Erstlinientherapie) ein Therapieerfolg ausbleibt, z.B. ein Tumor wieder wächst oder sich Metastasen bilden

Zystektomie

Operative Entfernung der Harnblase.

Zystoskop

Spezielles Endoskop zur Untersuchung des Inneren der Harnblase.

Zytokine

Körpereigene Signalstoffe, die vom Immunsystem zur Kommunikation benutzt werden.

Zytostatika

Zellgifte, die vor allem schnell wachsende Zellen wie Tumorzellen vernichten und bei einer Chemotherapie zum Einsatz kommen.

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