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Bewegung

Bewegung bei Blasenkrebs

Laufen, schwimmen, Rad fahren – die positive Wirkung von Bewegung bei Krebs ist wissenschaftlich belegt. Das gilt auch für Blasenkrebs-Patienten. Sie profitieren besonders von gezieltem Beckenbodentraining.

Werde ich nach der Operation inkontinent sein? Wie kann ich den Nebenwirkungen der Chemo entgegenwirken? Was kann ich tun, um nach der kraftraubenden Behandlung schnell wieder fit zu werden? Diese Fragen treiben viele Blasenkrebs-Patienten um.

Die gute Nachricht: Sport kann dafür sorgen, dass viele therapiebedingte Probleme gar nicht erst auftreten. So kann regelmäßige Bewegung während der Chemotherapie mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Abgeschlagenheit verringern und das geschwächte Immunsystem stärken.

Keine Angst, man muss keine sportlichen Höchstleistungen erbringen. Ein bisschen mehr Bewegung im Alltag reicht schon aus, zum Beispiel Spazieren gehen, Treppen steigen oder Fahrrad fahren.

Speziell für Blasenkrebs-Patienten ist außerdem ein gezieltes Beckenbodentraining empfehlenswert. Die Übungen kräftigen die Muskulatur rund um die Blase und können so eine drohende Inkontinenz verhindern. Das ist besonders wichtig für Patienten, die eine Ersatzblase bekommen haben.

Übrigens: Wer denkt, Beckenbodentraining sei eine eintönige Angelegenheit, irrt gewaltig, denn die Übungen bringen nicht nur Spaß und Abwechslung, sondern können auch ganz einfach an jedem Ort ausgeführt werden. Wie es geht, wird hier gezeigt.

Neue Energie nach der Therapie

Grundsätzlich sollte man sich nach der Therapie – ob Operation, Chemo und/oder Bestrahlung – nicht zu sehr schonen. Denn dann verliert man immer mehr Kraft, anstatt neue Energie zu tanken. Apropos Energie: Auch die Psyche schöpft neue Kraft beim Sport. So helfen sportliche Aktivitäten beispielweise gegen Stimmungstiefs, da der Körper beim Sport Endorphine ausschüttet. Die körpereigenen „Glückshormone“ verbessern die Gemütslage auf ganz natürliche Weise.

Wieviel Bewegung ist bei Blasenkrebs okay?

Wie viel Sport Blasenkrebs-Betroffene treiben sollten, hängt vor allem von ihrer individuellen Belastbarkeit ab. Dabei spielen verschiedene Aspekte eine Rolle, etwa das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand und die Ausprägung des Blasenkrebses. So sind jüngere Patienten mit nicht-muskelinvasiven Tumoren oft schnell wieder genauso belastbar wie vor ihrer Erkrankung.

Am besten ist es, auf den eigenen Körper zu hören. Ist der erste Schritt erstmal getan, ist jede Bewegung ein Gewinn. Und wenn es nur ein kurzer Spaziergang um den Block ist.

Titelbild und Link zur Broschüre „Fokus Blasenkrebs“
Fokus Blasenkrebs: Informationsbroschüre für Blasenkrebspatienten
© K-Wort

Quellen

¹ https://netzwerk-onkoaktiv.de/bewegung-gegen-therapienebenwirkungen/, zuletzt abgerufen am 09.12.20

² https://patients.uroweb.org/de/muskelinvasiver-blasenkrebs/, zuletzt abgerufen am 09.12.20

³ Krebsinformationsdienst | https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/harnblasenkrebs/behandlung-nichtinvasiv.php, zuletzt abgerufen am 09.12.20

⁴ Deutsche Krebsgesellschaft | https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/sport-bei-krebs-so-wichtig-wie-.html, zuletzt abgerufen am 09.12.20

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