Regelmäßig Neuigkeiten rund um das Leben mit Krebs

Infos zu Diagnose & Therapie, Alltagstipps, Experteninterviews und vieles mehr – dein persönliches Update per E-Mail.

Jetzt abonnieren
Das K Wort - Diagnose Krebs
Sag Ja zum Leben!
Nachsorge

Nach der Therapie eines Non-Hodgkin-Lymphoms

Nach der erfolgreichen Behandlung einer Lymphomerkrankung kann mit einem umfassenden Nachsorgeplan und speziell angepassten Rehamaßnahmen deine Lebensqualität positiv beeinflusst werden. Und: Nachsorge ist gleichzeitig Vorsorge. So kannst du sicher sein, dass alles in Ordnung ist.

Für Patientinnen und Patienten mit einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL), einem follikulären Lymphom (FL) oder einem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) gilt nach der erfolgreichen Therapie: Bleibe möglichst in regelmäßigem Kontakt zu deinem Behandlungsteam. Denn nur so kann eine eventuelle Rückkehr (Rezidiv) des Lymphoms rechtzeitig erkannt werden.

Auch Begleiterkrankungen oder therapiebedingte Probleme lassen sich im Rahmen der Nachsorge erkennen und behandeln. Überdies können dabei auch seelische, familiäre oder soziale Probleme angegangen werden.

Nachsorge nach einer Lymphom-Therapie

Wie sieht die Nachsorge nach einer Lymphom-Therapie aus? Die Nachsorgeuntersuchungen können sich je nach Klinik oder Praxis unterscheiden und sind abhängig davon, wie weit das Lymphom fortgeschritten war und wie es behandelt wurde. Auch zwischen Kindern und Erwachsenen wird bei der Nachsorge unterschieden. Für beide Gruppen wird aber eine lebenslange Nachsorge empfohlen. 

Im ersten Jahren nach Ende der Therapie erfolgen die umfassenden Nachsorgeuntersuchungen alle drei Monate, im zweiten bis vierten Jahr alle sechs Monate und ab dem fünften Jahr alle zwölf Monate.1 

Im Rahmen der Nachsorge wird kontrolliert, ob die Therapie weiterhin erfolgreich ist, ob und wie Langzeitnebenwirkungen auftreten und ob es zu einer neuen Krebsentstehung kommt. Die Untersuchungen umfassen eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und Laboruntersuchungen, wie beispielsweise ein Blutbild sowie die Überprüfung der LDH-Werte, der Leber- und Nierenfunktion. Hinzukommen können bildgebende Verfahren wie routinemäßige Computertomographien, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen von Brustraum oder der Bauchorgane. Bei unklaren oder auffälligen Befunden können weitere Tests notwendig werden.2 

Hast du Beschwerden oder bemerkst Auffälligkeiten, scheue dich nicht, deine behandelnde Ärztin oder deinen Arzt sofort zu kontaktieren: Rückfälle halten sich nicht an ärztliche Termine. 

Bleibe mit deinem Ärzteteam auch nach einer erfolgreichen Therapie in Kontakt: Sie kennen dich und eine regelmäßige Nachsorge sorgt für ein sicheres Gefühl. 

Zusätzlich kann die Nachsorge bei der Wiedereingliederung in die Familie, den Beruf und die Gesellschaft helfen. Häufig wirft eine Krebserkrankung die Patientinnen und Patienten aus der Bahn und löst Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Angst und Hilflosigkeit aus. Da ist jede Unterstützung – egal ob familiär oder professionell – bei der Rückkehr in den gewohnten Alltag hilfreich. 

Wer bietet Unterstützung bei der Wiedereingliederung in den Alltag? Gute Ansprechpersonen sind Selbsthilfegruppen und die Sozialen Dienste deiner Krankenkasse oder Klinik.3 Es kann hilfreich sein, sich dort eine Psychoonkologin oder einen Psychoonkologen empfehlen zu lassen, um das neue Leben nach der Therapie begleitet zu starten. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen. 

Die Psychoonkologie befasst sich mit Fragen im Rahmen der Therapie und den psychologischen Folgen für Krebspatientinnen und -patienten. Hier kannst du alles besprechen, was dich beschäftigt: der neue Alltag und die eventuellen Probleme in Partnerschaft, Arbeitsleben, Familie oder Freundeskreis

In Selbsthilfegruppen können sich Betroffene mit anderen Krebspatientinnen und -patienten austauschen. Erfahrungsberichte und persönliche Tipps helfen manchmal dabei, leichter mit den Erfahrungen der Erkrankung umzugehen und in den Alltag zurückzufinden. Unter www.infonetz-krebs.de  findest du zum Beispiel Selbsthilfegruppen für Menschen mit Lymphomerkrankungen. Auch Angehörige können zu Treffen einer Selbsthilfegruppe gehen. Sie sind nicht nur eine seelische Stütze, sondern leiden häufig mit und können selbst von den Erfahrungen anderer profitieren. 

Eine andere Möglichkeit sind Beratungsstellen für Krebspatientinnen und -patienten. Sie helfen bei sozialrechtlichen Fragen weiter, wie beispielsweise finanziellen Aspekten oder beim Thema „Rehabilitation“. Der Krebsinformationsdienst unterstützt bei der Suche nach einer Beratungsstelle in der Nähe. 

Rehabilitation nach einer Lymphom-Therapie

Menschen mit einer Lymphom-Erkrankung haben die Möglichkeit, an einer Anschlussheilbehandlung oder an einer Rehabilitation nach der Entlassung aus dem Krankenhaus teilzunehmen. Es gibt speziell eingerichtete Nachsorgekliniken, in denen gut geschultes Personal auf die Situation von Lymphom-Patientinnen und -patienten eingeht. Dort kannst du nach der Krebsbehandlung Kräfte für den Alltag sammeln und dir Unterstützung bei der Bewältigung seelischer und sozialer Probleme holen. 

Weitere Informationen zu der onkologischen Rehabilitation gibt es in unserem E-Guide zu diesem Thema. 

Inhaltlich geprüft: M-DE-00015215

Quellen

¹ https://register.awmf.org/assets/guidelines/018-029OLk_S3_Hodgkin-Lymphom_Erwachsene_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2022-10.pdf, zuletzt abgerufen am 14.12.2022 

² https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/diffuses-grosszelliges-b-zell-lymphom/@@guideline/html/index.html, zuletzt abgerufen am 14.12.2022 

³ https://lymphome.de/beratungsangebote/selbsthilfegruppen, zuletzt abgerufen am 14.12.2022 

Diese Artikel könnten dich auch interessieren