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Nachsorge

Nach der Therapie eines Non-Hodgkin-Lymphoms

Nach der erfolgreichen Behandlung einer Lymphomerkrankung kann mit einem guten Nachsorgeplan und speziell angepassten Rehamaßnahmen die Lebensqualität beeinflusst werden. In Videobeiträgen teilen Patienten ihre Erfahrungen dazu.

Für alle Patienten mit einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL), einem follikulären Lymphom (FL) oder einem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) gilt nach der erfolgreichen Therapie: in engem Kontakt zum behandelnden Arzt bleiben und Nachsorgetermine wahrnehmen. Denn nur so kann der Arzt eine eventuelle Rückkehr (Rezidiv) des Lymphoms rechtzeitig erkennen.

Auch Begleiterkrankungen oder therapiebedingte Probleme lassen sich im Rahmen der Nachsorge erkennen und behandeln. Überdies können dabei auch seelische, familiäre oder soziale Probleme angegangen werden.

Nachsorge nach einer Lymphom-Therapie

Wie sieht die Nachsorge nach einer Lymphom-Therapie aus? Die Nachsorgeuntersuchungen können sich je nach Klinik oder Praxis unterscheiden und sind abhängig davon, wie weit das Lymphom fortgeschritten war und wie es behandelt wurde. In den Lugano-Empfehlungen von 2014 sind jedoch bestimmte Nachsorgeabstände festgelegt. In den ersten beiden Jahren nach Ende der Therapie erfolgen die Nachsorgeuntersuchungen alle drei Monate, in den darauf folgenden drei Jahren alle sechs Monate und ab dem sechsten Jahr alle zwölf Monate.

Wie läuft ein Nachsorgetermin ab? Der behandelnde Arzt kontrolliert, ob die Therapie weiterhin erfolgreich ist, ob und wie Langzeitnebenwirkungen auftreten und ob es zu einer neuen Krebsentstehung kommt. Die Nachsorgeuntersuchungen umfassen eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und Laboruntersuchungen, wie beispielsweise ein Blutbild sowie die Überprüfung der LDH-Werte, Leber und Nierenfunktion. Hinzukommen können bildgebende Verfahren wie routinemäßige Computertomographien, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen von Brustraum oder der Bauchorgane.

Bei unklaren oder auffälligen Befunden können weitere Tests notwendig werden. Treten Beschwerden zwischen zwei Nachsorgeterminen auf, ist es ratsam, umgehend den behandelnden Arzt zu kontaktieren.

Nach einer erfolgreichen Therapie ist es ratsam, mit dem behandelnden Arzt in Kontakt zu bleiben. Eine regelmäßige Nachsorge gibt den Patienten Sicherheit.

Zusätzlich kann die Nachsorge bei der Wiedereingliederung in die Familie, den Beruf und die Gesellschaft helfen. Denn nicht selten wirft eine Krebserkrankung die Patienten völlig aus der Bahn und löst Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Angst und Hilflosigkeit aus. Da ist jede Unterstützung – egal ob familiär oder professionell – bei der Rückkehr in den gewohnten Alltag hilfreich.

Wer bietet Unterstützung bei der Wiedereingliederung in den Alltag? Gute Ansprechpartner sind Selbsthilfegruppen und die Sozialen Dienste deiner Krankenkasse oder Klinik. Es kann hilfreich sein, sich dort einen Psychoonkologen empfehlen zu lassen, um das neue Leben nach der Therapie begleitet zu starten. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen.

Zusammenfassung

Ein Psychoonkologe ist ein Psychologe, der die Therapie und Folgen versteht und Patienten während, aber vor allem nach der Therapie begleitet. So hilft er dabei, mit dem neuen Alltag und den eventuellen Einschränkung in Partnerschaft, Arbeitsleben, Familie, dem Freundeskreis und Ernährung klarzukommen und mit dem Umfeld zu kommunizieren.

In Selbsthilfegruppen können sich Betroffene mit anderen Krebspatienten austauschen. Erfahrungsberichte und persönliche Tipps können oft dabei helfen, selbst leichter mit den Erfahrungen der Erkrankung umzugehen und in den Alltag zurück zu finden. Unter www.infonetz-krebs.de lassen sich Selbsthilfegruppen für Krebspatienten finden. Auch Angehörige können mit zu Treffen einer Selbsthilfegruppe gehen. Sie sind nicht nur eine seelische Stütze für den Lymphom-Patient, sondern leiden häufig mit und können selbst von den Erfahrungen anderer profitieren.

Eine andere Möglichkeit sind Beratungsstellen für Krebspatienten. Sie helfen bei sozialrechtlichen Fragen weiter, wie beispielsweise finanziellen Aspekten oder beim Thema „Rehabilitation“. Der Krebsinformationsdienst unterstützt bei der Suche nach einer Beratungsstelle in der Nähe.

Rehabilitation nach einer Lymphom-Therapie

Menschen mit einer Lymphom-Erkrankung  haben die Möglichkeit, an einer Anschlussheilbehandlung oder an einer Rehabilitation nach der Entlassung aus dem Krankenhaus teilzunehmen. Es gibt speziell eingerichtete Nachsorgekliniken, in denen gut geschultes Personal auf die Situation von Lymphom-Patienten eingeht. Dort können Betroffene nach der Krebsbehandlung Kräfte für den Alltag sammeln und sich Unterstützung bei der Bewältigung seelischer und sozialer Probleme holen.

Weitere Informationen zu der onkologischen Rehabilitation gibt es im E-Guide.

Quellen

¹ https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/diffuses-grosszelliges-b-zell-lymphom/@@view/html/index.html, zuletzt abgefragt am 10.12.2020

² http://www.lymphome.de/InfoLymphome/DLBCL/DLBCL_Nachsorge/index.jsp, zuletzt abgefragt am 10.12.2020

³ https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/follikulaeres-lymphom/@@view/html/index.html, zuletzt abgefragt am 10.12.2020

⁴ https://lymphome.de/follikulaeres-lymphom/nachsorge/, zuletzt abgefragt am 10.12.2020

⁵ https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/chronische-lymphatische-leukaemie-cll/@@view/html/index.html, zuletzt abgefragt am 10.12.2020

⁶ http://www.lymphome.de/InfoLymphome/ChronLymphatLeukaemie/Therapie.jsp, zuletzt abgefragt am 10.12.2020

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