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Nebenwirkungen

Umgang mit Nebenwirkungen bei Brustkrebs

Dein Arzt hat deine Brustkrebstherapie mit dir auf deine individuelle Situation abgestimmt, mögliche Nebenwirkungen berücksichtigt und gegen den Nutzen deiner Therapie abgewogen. Erfahre hier, welche Nebenwirkungen bei welcher Behandlung möglicherweise auftreten können.

Jede Therapie, wie zum Beispiel eine Operation, Strahlen- oder auch medikamentöse Therapien können auch Nebenwirkungen verursachen. Sprich mit deinem Arzt darüber, wie du sie eventuell bereits im Vorfeld oder während deiner Behandlung günstig beeinflussen kannst. Nachdem du deine Therapie beendet hast, klingen die Nebenwirkungen häufig ab. Wissenswertes zu Symptomen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs findest du hier.

Nebenwirkungen der Operation bei Brustkrebs

Die Operationswunde verheilt meist innerhalb von drei Wochen. Entstandene Narben können noch eine Zeit lang spannen oder jucken.

Narbe auf der Haut
Dein Hautarzt kann dir Tipps geben, wie du Narben pflegst und das Gewebe geschmeidig hältst.
© ROLFO / Stocksy

Je mehr Lymphknoten während der Operation im Bereich des Tumors zum Beispiel in der Achselhöhle entfernt werden, desto häufiger sammelt sich Gewebeflüssigkeit (Lymphe) im Arm, die nicht abfließen kann – ein Lymphödem entsteht. Eine spezielle Massageform (Lymphdrainage), Kompressionsbandagen oder auch ein vorsichtiges Krafttraining können den Lymphabfluss verbessern. Weitere Tipps gegen Lymphödeme findest du unter der Rubrik „Leben“ der Brustkrebszentrale.

Schriftzug: „20 bis 30 % der Patientinnen entwickeln Lymphödeme nach der Entfernung mehrerer Lymphknoten“
Nach einer Operation kann sich Gewebeflüssigkeit sammeln – ein sogenanntes Lymphödem
© Das K Wort

Nebenwirkungen der Bestrahlung bei Brustkrebs

Neue Techniken der Strahlentherapie ermöglichen eine immer genauere zielgerichtete Bestrahlung auf den Tumor. So bleibt gesundes Gewebe möglichst unbeeinträchtigt. Während oder kurz nach der Bestrahlung auftretende Beschwerden klingen meistens nach einigen Wochen wieder ab. Dazu gehören: Rötungen, Jucken, Brennen, Schmerzen ähnlich einem Sonnenbrand und Hautflecken. Hier kann dein Arzt dir Tipps zur Pflege geben.

Nebenwirkungen der Chemotherapie bei Brustkrebs

Eine Chemotherapie kann vorübergehend Nebenwirkungen wie Blutbildungsstörungen, Neigung zu Infektionen, Haarverlust, Übelkeit und Erbrechen, Haut- und Schleimhautentzündung oder dauerhafte Erschöpfung (Fatigue) hervorrufen.

Nebenwirkungen zielgerichteter Therapien bei Brustkrebs

Meistens vertragen Patientinnen zum Beispiel Antikörpertherapien vergleichsweise gut. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen grippeähnliche Symptome und eine Schwächung des Herzmuskels.

Nebenwirkungen der Antihormontherapie bei Brustkrebs

Bei einer Antihormontherapie (endokrine Therapie) zählen zu den möglichen Nebenwirkungen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen, aber auch Blutgerinnungsstörungen (Thrombosen), Gelenkbeschwerden sowie eine abnehmende Knochendichte.

Wenn du Nebenwirkungen beobachtest, besprich sie am besten mit deinem Arzt und Behandlungsteam, um gemeinsam eine Lösung zu finden, die in deiner individuellen Situation am besten hilft.

Viele Tipps, wie du mit den Folgen der Erkrankung umgehen und deinen Alltag erleichtern kannst, findest du auch auf den Seiten der Brustkrebszentrale.

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