Auch wenn grundsätzlich jeder Tumor ins Gehirn streuen kann, kommt es übermäßig häufig bei Lungenkrebs zu Hirnmetastasen. So ist Lungenkrebs für mehr als die Hälfte aller Hirnmetastasen verantwortlich.¹ Warum das so ist, konnten Wissenschaftler noch nicht entschlüsseln. Was sie jedoch wissen ist, dass bestimmte Genmutationen , die zu einem aggressiven Tumorwachstum führen, auch das Risiko für Hirnmetastasen erhöhen. So haben Patienten mit Lungenkrebs, bei denen beispielsweise eine ALK- oder ROS1-Mutation vorliegt, eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Hirnmetastasen.² Generell sind Hirnmetastasen schwer zu behandeln. Aber Wissenschaftler entwickeln immer neue Krebsmedikamente, die den Schutzmechanismus des Gehirns überwinden und deshalb auch Hirnmetastasen effektiv behandeln können.

Blut-Hirn-Schranke: Barriere für Krebsmedikamente

Die Blut-Hirn-Schranke ist eine Barriere, die unser Gehirn vor Krankheitserregern oder schädlichen Substanzen schützt. Sie kontrolliert, welche Stoffe aus dem Blut ins Gehirn gelangen und welche nicht. Dadurch erschwert die Blut-Hirn-Schranke die effektive Behandlung von Hirnmetastasen. Denn die meisten, sonst sehr wirksamen Krebsmedikamente können die Barriere nicht passieren.³

Wie die Blut-Hirn-Schranke funktioniert und sie die Behandlung von Hirnmetastasen erschwert, erfährst Du in diesem Video.
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wissenschaftler forschen intensiv an der Entwicklung neuer Krebsmedikamente, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden können.⁴ Und bereits heute gibt es Wirkstoffe, die effektiv Lungenkrebs und gleichzeitig Hirnmetastasen behandeln können.⁵

Das könnte Dich auch interessieren