Wusstest Du, dass es eine familiäre Vorbelastung für Darmkrebs gibt? Dies bedeutet, dass Darmkrebs in manchen Familien besonders häufig vorkommt. Wenn ein nahes Familienmitglied erkrankt ist, können auch die Angehörigen ein erhöhtes Risiko haben. Deshalb ist es wichtig, sich innerhalb der Familie über die Erkrankung auszutauschen.

Familiärer Darmkrebs© Steven Van Loy / Unsplash
Bei 5 bis 10 Prozent aller Darmkrebserkrankungen handelt es sich um familiären Darmkrebs.

 

Familiären Darmkrebs erkennen

Möchtest Du wissen, ob das Risiko in Deiner Familie erhöht ist, können Dir folgende Fragen helfen:

Enge Verwandte
Ist ein enges Familienmitglied an Darmkrebs erkrankt?

Häufigkeit
Sind mehrere Familienmitglieder an Darmkrebs erkrankt?

Krebs in der Familie
Ist ein Familienmitglied neben Darmkrebs noch an einer anderen Krebsart erkrankt?

Altersfrage
Ist ein Familienmitglied unter 50 Jahren an Darmkrebs erkrankt?

Wenn Du eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, kann dies ein Hinweis für eine familiäre Vorbelastung sein. Am besten fragst Du Deinen Arzt nach speziellen Beratungsangeboten.

 

Die Kosten für eine genetische Beratung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Genetische Beratung bei familiärem Darmkrebs

Dazu gehört unter anderem eine genetische Beratung, bei der sich ein Experte alle Daten über Krebserkrankungen in Deiner Familie anschaut. Daher solltest Du so viele Informationen wie möglich zu dem Beratungstermin mitbringen. Wie viel weißt Du über Krebserkrankungen in Deiner Familie? Dies könnte eine Gelegenheit sein, um offen darüber zu sprechen. Über Erkrankungen, die schon ein paar Jahre her sind, wird in Familien häufig nur noch wenig geredet. Doch das Wissen über eine familiäre Vorbelastung für Darmkrebs kann auch für Enkelkinder bedeutsam sein.

 

Was kann ich bei einer familiären Vorbelastung tun?

Bei einem erhöhten Risiko für Darmkrebs sind Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig. Spätestens ab 40 Jahren solltest Du regelmäßig zu den Terminen gehen. Dabei tastet Dein Arzt beispielsweise Deinen Bauch ab oder macht eine Ultraschalluntersuchung. Bei Frauen untersucht der Arzt auch die Gebärmutter und Eierstöcke. Eine Darmspiegelung kann helfen, Veränderungen im Darm frühzeitig zu erkennen und sie direkt zu entfernen. Wenn Du Dich zusätzlich regelmäßig bewegst, nicht rauchst und Dich gesund ernährst – vor allem wenig Alkohol und rotes Fleisch, kannst Du Dein Risiko positiv beeinflussen.

 

März ist Darmkrebsmonat

Der März ist Darmkrebsmonat. Unter dem diesjährigen Motto „Es gibt kein zu jung für Darmkrebs. Rede mit Deiner Familie!“ gibt es Angebote speziell für Menschen mit einem erhöhten familiären Risiko. Dies ist ein guter Anlass, sich zu informieren und das Bewusstsein in der Familie zu schärfen. Denn eins ist gewiss: Es gibt kaum einen besseren Schutz vor Darmkrebs als Vorsorge.