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Krebsvorsorge: Packs an, Mann!

Wer zur Krebsvorsorge geht, ist nicht gleich ein Warmduscher. Im Gegenteil – es ist logisch und clever, die Vorsorgeangebote der Krankenkassen zu nutzen. Denn viele Krebsarten lassen sich gut behandeln und sogar heilen, wenn sie früh erkannt werden. Also, Männer: Runter von der Couch und hin zum Krebs-TÜV.

Männer gehen nicht nur seltener und später zum Arzt als Frauen. Sie nehmen auch die Termine im Rahmen der Krebsfrüherkennung nicht so häufig wahr. Das ist schade und zudem riskant: Schließlich ist erwiesen, dass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen das Krebsrisiko deutlich senken.

Beispiel Darmkrebs: Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Neuerkrankungen langfristig durch regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen um 25 Prozent reduziert werden kann. Schon jetzt sprechen die Zahlen eine klare Sprache, denn Jahr für Jahr erkranken laut Krebsregister weniger Menschen neu an Darmkrebs. 

Krebsvorsorge ist auch Männersache

Trotzdem tun sich viele Männer schwer damit, zum Arzt zu gehen. Allein der Gedanke daran, möglicherweise eine Krebsdiagnose ausgesprochen bekommen zu können, ist für jeden eine beängstigende Vorstellung. Sie kann ein Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit auslösen, was dem Selbstverständnis mancher Männer widerstreben mag. Doch ob man den Gang zum Arzt antritt oder nicht, hat keinen Einfluss darauf, ob jemand erkrankt ist, sondern nur, wie frühzeitig man in einem solchen Falle Klarheit darüber hat sowie entsprechend handeln kann.

Lass dich also auf keinen Fall davon abhalten! Der zu zahlende Preis, wenn du es nicht tust, kann sonst nämlich hoch sein: eventuell bezahlst du ihn mit einem Teil deiner Lebenszeit. Also – gib dir einen Ruck und nutze die Vorsorgeangebote der Krankenkasse.

Grafik: Männer, die die Krebsvorsorgeprogramme der Krankenkassen kennen und diese nutzen
Männer und Krebsfrüherkennung
© Das K Wort

Das Krebsfrüherkennungsprogramm der Krankenkassen

Das Krebsfrüherkennungsprogramm oder Krebsscreening der Krankenkassen umfasst Untersuchungen zur Krebsvorsorge. Das Krebsscreening soll Tumoren in einem sehr frühen Stadium entdecken, damit sie besser behandelt werden können.

Bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung können Vorstufen von Krebs entfernt werden, bevor aus ihnen Krebs entstehen kann. Zum Beispiel kann der Arzt bei einer Darmspiegelung sogenannte Polypen direkt entfernen und so verhindern, dass Darmkrebs überhaupt entsteht. Die Krankenkassen bieten für Männer ein umfassendes Programm zur Krebsfrüherkennung:

Grafik Überblick über die Krebsvorsorgeuntersuchungen für Männer
Kostenlose Untersuchungen für Männer zur Krebsfrüherkennung
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Lass dich unterstützen

Manche Krankenkassen bieten einen Erinnerungsservice und informieren dich rechtzeitig über anstehende Untersuchungstermine. Frag bei deiner Krankenkasse nach, ob sie dich auf diese Weise unterstützen kann. Auch die App Vivy , an der viele Krankenkassen beteiligt sind, erinnert auf Wunsch an Krebsvorsorgetermine.

Quellen

¹ TK I Früherkennungsuntersuchungen für Männer https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/praevention-und-frueherkennung/allgemeine-hinweise-zur-frueherkennung/frueherkennungsuntersuchungen-fuer-maenner-2009286 (zuletzt abgerufen am 10.12.2020)

² Bundesgesundheitsministerium I Früherkennung https://www.bundesgesundheitsministerium.de/krebsfrueherkennung.html zuletzt abgerufen am 10.12.2020

³ Deutsche Krebsgesellschaft I Vorsorge und Früherkennung https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/vorsorge-und-frueherkennung.html zuletzt abgerufen am 10.12.2020

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