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Therapieverlauf

Patientenleitlinie für Eierstockkrebs: Behandlungsoptionen

Sich über die Erkrankung zu informieren, ist nach der Diagnose Eierstockkrebs ein guter erster Schritt – aber oft leichter gesagt als getan. Dafür gibt es Patientenleitlinien für Eierstockkrebs. Was steht darin und warum lohnt es sich, als Patientin einen Blick hineinzuwerfen?

Wie finde ich seriöse Informationen? Kann ich Dr. Google trauen? Und wonach richtet sich, wie es nach der Diagnose Eierstockkrebs weitergeht? Den Informationen der Patientenleitlinie „Eierstockkrebs“ kannst Du in jedem Fall trauen. Denn: Sie basiert auf der medizinischen Leitlinie, an der sich auch Dein Arzt orientiert – aber statt Fachchinesisch erwartet Dich hier verständliche Sprache. Dafür sorgen auch die Patientenvertreterinnen, die sich an der Erstellung der Leitlinien beteiligen.

Hilfreiche Tipps bei Eierstockkrebs

Aber die Leitlinie „Eierstockkrebs“ für Patientinnen bietet mehr als eine reine Übersetzung aus der Fachsprache; sie versteht sich als Ratgeber. Neben der Wissensvermittlung gibt sie viele praktische Tipps – zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Betroffenen: Was hilft bei Nebenwirkungen? Was kann ich selbst tun, um mich besser zu fühlen? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich erblich vorbelastet bin? Ein Kapitel richtet sich mit hilfreichen Tipps für den Umgang mit Betroffenen direkt an Angehörige und Freunde. Darüber hinaus gibt es eine Liste mit Adressen und Anlaufstellen wie beispielsweise Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen.

Ältere Frau mit weißen Haaren in weißem Pullover.
Die Leitlinie „Eierstockkrebs“ empfiehlt ausdrücklich, dass keine generellen Früherkennungsuntersuchungen durchgeführt werden sollen. Studien deuten darauf hin, dass diese mehr schaden als nützen.
© Rob And Julia Campbell / Stocksy

Überblick: Was empfiehlt die Leitlinie „Eierstockkrebs“?

Natürlich ist die Aufklärung über die Erkrankung ein wesentliches Ziel der Patientenleitlinie. Du erfährst, was genau Eierstockkrebs ist, wie der Arzt ihn feststellt, welche Therapie infrage kommt und wie ein Rückfall behandelt wird.

Zusammenfassung

Wichtige Empfehlungen aus der Leitlinie „Eierstockkrebs“ im Überblick

  1. Anzeichen
    Eierstockkrebs bleibt oft lange unbemerkt. Wenn Du wiederholt und anhaltend unklare Bauchschmerzen oder Verdauungsbeschwerden hast, Dein Bauchumfang zunimmt, Du ungewollt Gewicht verlierst oder Du häufiger Wasser lassen musst, sollte Dein Arzt weitergehende Untersuchungen einleiten.
  2. Diagnose
    Bei Verdacht auf Eierstockkrebs soll der Arzt eine Spiegel- und Tastuntersuchung der inneren Geschlechtsorgane sowie einen vaginalen Ultraschall durchführen. Das Besondere bei Eierstockkrebs: Die endgültige Diagnose stellt der Arzt in der Regel erst durch eine Operation.
  3. Behandlung
    Der erste Behandlungsschritt, die Operation, erfolgt meist schon bei der Diagnose. Nachfolgend – in der Regel innerhalb der ersten sechs Wochen nach der OP – erhalten die meisten Patientinnen eine Chemotherapie. Bei fortgeschrittenen Stadien kann der Arzt eine zielgerichtete Therapie mit einem Antikörper in Erwägung ziehen.
  4. Nachsorge
    Bei den regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen soll Dich Dein Arzt ausführlich befragen und körperlich untersuchen. Dies beinhaltet die Spiegel- und Tastuntersuchung der inneren Geschlechtsorgane, den vaginalen Ultraschall sowie das Abtasten des Enddarms. Zudem beurteilt der Arzt Dein allgemeines Wohlbefinden und empfiehlt bei Bedarf eine psychologische Betreuung. Die Nachsorgetermine richten sich dabei nach dem Krankheitsverlauf und Deinen individuellen Bedürfnissen.
  5. Rückfall
    Bei einem Rückfall erhältst Du gegebenenfalls erneut eine Chemotherapie, möglicherweise ist auch eine erneute Operation nötig. Das Vorgehen bei einem Rückfall hängt davon ab, wie und wann der Krebs erneut auftritt. Zudem werden Dein allgemeiner Gesundheitszustand, die Erfolgsaussichten und Deine persönlichen Wünsche berücksichtigt.

Gemeinsam entscheiden

Meist gibt erst die Operation Gewissheit darüber, ob sich der Verdacht Eierstockkrebs bestätigt. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich schon vor der Operation über die Erkrankung und das weitere Vorgehen zu informieren. Dein Arzt ist dazu verpflichtet, Dich über den erwartenden Behandlungserfolg sowie die möglichen Nebenwirkungen oder Komplikationen der Behandlung aufzuklären. Die Entscheidung, ob Du den ärztlichen Empfehlungen zustimmst, triffst letztendlich Du. Die Patientenleitlinie unterstützt Dich bei dieser Entscheidung und klärt Dich über Deine Rechte als Patientin auf.

Quellen

¹ Patientenleitlinie Eierstockkrebs: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/patientenleitlinien/eierstockkrebs/, zuletzt abgerufen am 10.12.2020

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