Tanzen bereichert unser Leben. Es gibt uns die Möglichkeit, unsere Gefühle auszudrücken und mit anderen zu kommunizieren – egal, aus welchem Kulturkreis wir kommen. Denn beim Tanzen sprechen wir alle die gleiche Sprache. Und weil Tanzen einen so wichtigen Beitrag zur Verständigung leistet – über alle kulturellen, politischen und ethnischen Grenzen hinweg, ist ihm sogar ein Tag gewidmet: der Welttanztag. Er findet seit 1982 jedes Jahr am 29. April statt. Das ist der Geburtstag des französischen Tänzers und Gründers des modernen Balletts Jean-Georges Noverre. Ins Leben gerufen hat den Welttanztag das Internationale Komitee des Tanzes des Internationalen Theater Instituts (ITI) Paris.

 

„Man muss das Leben tanzen.“
— Friedrich Nietzsche
Tanzen© Malte Joost / #DerZweiteAtem

Warum befreit Tanzen?

Tanzen kann eigentlich jeder, der sich bewegen möchte und sich auf die Musik einlässt. Im Rausch der Rhythmen fällt es leicht, den Alltag abzustreifen und aus sich herauszugehen. Doch warum ist das so? Ganz einfach: Tanzen hat die gleichen positiven Effekte wie Ausdauersport. Auf der Tanzfläche verbesserst Du Deine Fitness, Deine Balance und Dein Rhythmusgefühl, ebenso schulst Du Dein Gedächtnis.

Beim schwungvollen Tanzen schüttet Dein Körper Glückshormone aus – deshalb bist Du danach herrlich entspannt, glücklich und zufrieden. Gleichzeitig werden Stresshormone abgebaut. Daneben stärkt Tanzen das Selbstbewusstsein und vermittelt gleichzeitig das Gefühl der Kontrolle.

Du siehst also, es gibt gute Gründe, mal wieder das Tanzbein zu schwingen – auch als Krebspatient. Dabei ist es egal, ob Du alleine tanzt, mit einem Partner oder in der Gruppe: Tanzen kann Dir helfen, wieder mit mehr Leichtigkeit durchs Leben zu gehen.

 

Tanzen gegen Krebs: Tanztherapie

Tanzen macht nicht nur Spaß, es hat auch eine heilsame Wirkung. Diesen Ansatz nutzt die Tanztherapie. Eine Studie der Klinik für Tumorbiologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zum Einsatz von Tanz in der onkologischen Rehabilitation zeigt: Tanztherapie kann das Wohlbefinden und Selbstvertrauen von Krebspatienten stärken. Durch Körperbewegungen können Gefühle und Stimmungen ausgedrückt werden. Dies trägt dazu bei, Konflikte besser zu verarbeiten sowie Ängste und Depressionen zu mindern. Hier kannst Du mehr über die Studie zu Tanz in der onkologischen Rehabilitation erfahren.

 

Tanzen

Wenn der Partner fehlt, muss man das Leben neu strukturieren. Für Susanne Hagedorn trägt das Tanzen zu einem glücklichen Tag bei.

© Malte Joost / #DerZweiteAtem

Dass Tanzen in Belastungssituationen helfen kann, zeigt auch das Beispiel von Susanne Hagedorn, deren Mann an Lungenkrebs erkrankt und daran gestorben ist. Durch diese schwierige Zeit hat ihr die Selbsthilfe geholfen, aber auch ein Tanzkurs für Krebspatienten und deren Angehörige, wie sie in einem Filmbeitrag erzählt.

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