Der Erfolg Deiner Therapie hängt wesentlich davon ab, wie sorgfältig Du die Anweisungen Deines Arztes befolgst. Therapietreue ist hier der Schlüsselbegriff.

Compliance, Adhärenz, Therapietreue: bezeichnet in der Medizin jeweils die Bereitschaft, ärztlichen Anweisungen zu folgen.

Etwa die Hälfte der Patienten hält sich nicht so genau an die Anweisungen des Arztes. Sie nehmen ihre Medikamente nicht regelmäßig ein oder verringern eigenmächtig die Dosis. Viele neigen sogar dazu, ein Medikament ganz abzusetzen, sobald es ihnen besser geht.1 Medikamente können jedoch nur optimal wirken, wenn Du sie korrekt einnimmst. Patienten, die die Einnahme der Medikamente ändern, ohne ihren Arzt zu informieren, riskieren den gesamten Therapieerfolg oder auch Rückfälle. Unnötige Arztbesuche, weitere Erkrankungen oder Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können die Folge sein.

Treu sein? Lass Dich erinnern

Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb Patienten die Einnahme ihrer verordneten Medikamente nicht einhalten. Viele geben an, einfach nicht daran gedacht zu haben. Hier können Erinnerungshilfen nützlich sein. Lass Dich von speziellen Apps unterstützen. Vielleicht stellst Du regelmäßig einen Wecker oder aktivierst die Timer-Funktion Deines Smartphones. Schaffe Routinen für die Einnahme Deiner Medikamente: Zum Beispiel immer zum Frühstück oder immer eine Stunde nach dem Mittagessen. Vielleicht können auch Angehörige Dich regelmäßig erinnern.

Du musst viele verschiedene Medikamente über den Tag verteilt oder sogar zu bestimmten Uhrzeiten einnehmen? Eine Tablettenbox kann Dir helfen, die Übersicht zu behalten. Deine Tages- oder Wochenration Tabletten, Kapseln und Co. stellst Du nach Einnahmezeitpunkt sortiert in der Box zusammen. Als Erinnerungsstütze zum weiteren Befüllen kann Dir auch ein Foto der Box dienen.

Manchmal sind Verständnisschwierigkeiten der Grund für mangelnde Therapietreue. Die Beipackzettel der Medikamente informieren ausführlich, sind aber nicht immer leicht verständlich. Wenn Du unsicher bist oder Fragen hast, wie Du Dein Medikament einnehmen sollst, wendest Du Dich am besten zuerst an Deinen Arzt. Auch wenn Du weitere Medikamente einnimmst, die nicht verschreibungspflichtig sind, solltest Du immer Deinen Arzt informieren. Das gilt auch für pflanzliche Präparate, Hausmittel oder Nahrungsergänzungsmittel.

 

Gespräch mit dem Arzt© VICTOR TORRES / Stocksy
Wichtig: Wenn Du irgendwelche Bedenken oder Zweifel hast, dass das Medikament Dir guttut, sprich immer zuerst mit Deinem Arzt – und zwar unbedingt bevor Du die Therapie änderst. Zusammen könnt ihr nach einer passenden Alternative für Dich schauen.

 

Medikationsplan verschafft Übersicht und Sicherheit

Wenn Du drei oder mehr verordnete Medikamente über 28 Tage einnehmen sollst, hast Du Anspruch auf einen sogenannten Medikationsplan. Er dokumentiert alle Medikamente und Wirkstoffe, den Grund der Verschreibung ebenso wie, wann und in welcher Dosierung Du sie einnehmen sollst. Auch Medikamente zur Selbstmedikation werden hier festgehalten. So hast Du immer einen Überblick und kannst rechtzeitig für Nachschub sorgen. Einen Muster Medikationsplan findest du bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

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