Die Zeiten, als Krebs noch eine vernichtende und endgültige Diagnose war, sind zum Glück vorbei. Denn dank massiver Therapiefortschritte, systematischen Screenings und anderen effektiven Präventionsmaßnahmen war es noch nie so wahrscheinlich, den Krebs zu überleben, wie heute.

Zwar sind 2018 insgesamt etwas mehr Menschen an Krebs gestorben als 2012, doch das liegt auch an der stark wachsenden Bevölkerungszahl. Im Schnitt sind die Krebstodesfälle in diesem Zeitraum bei Männern um 10 % und bei Frauen um 5 % gefallen.¹ Nach 10 Jahren leben noch durchschnittlich 55 bis 60 % aller Krebserkrankten – unabhängig von der Art ihres Karzinoms. Also deutlich mehr als die Hälfte.²

Erstaunlich: Krebs Überleben wahrscheinlicher trotz steigendem Lebensalter

Seit dem Jahr 1970 geht die Sterberate bei Krebserkrankungen immer weiter zurück. Das ist besonders faszinierend, wenn man bedenkt, dass die Menschen immer älter werden und somit auch das Krebsrisiko steigt. Aber durch die Wissenschaft und Forschung, die immer neue Erkenntnisse gewinnen und neue Therapiemöglichkeiten entwickeln, steigen die Heilungschancen und der heimtückischen Krankheit kann immer besser und wirksamer die Stirn geboten werden.

Aber zwischen den unterschiedlichen Krebsformen ist die Wahrscheinlichkeit den Krebs zu besiegen noch verschieden – ebenso wie zwischen Mann und Frau. Magen- und Darmkrebs sind zwei Krebserkrankungen, die eine stark sinkende Krebsmortalität (Sterblichkeit) bei Männern und bei Frauen aufweisen.

Veränderung der Krebsmortalität
Quelle: Malvezzi M et al. European cancer mortality predictions for the year 2018 with focus on colorectal cancer.

Das ist vermutlich auf die immer frühere Erkennung und Diagnostizierung durch die immer besser werdenden Magen-Darm-Spiegelungen zurückzuführen. Bei Lungen- und Prostatakrebs gehen die Sterberaten bei Männern auch zurück. Bei Frauen hingegen gibt es leider noch eine steigende Sterberate bei Lungen- und auch bei Pankreaskrebs. Rauchen ist immer noch die Hauptursache für Lungenkrebs, da über 60 % der erkrankten Frauen aktiv geraucht haben. Weitere Ursachen können kanzerogene Stoffe sein, wie zum Beispiel Asbest. Der Brustkrebs hingegen geht dank steigender Vorsorgeuntersuchungen und der Sensibilisierung für das Thema ebenfalls stetig zurück. Fünf Jahre nach der Diagnose leben noch 87 % der Patientinnen. Auch Blasen-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs, sowie Leukämie folgen diesem Trend.