Ein primärer Herztumor  – also ein Tumor, der sich aus den Zellen des Herzens entwickelt – ist sehr selten. Häufiger treten sekundäre Herztumoren auf. Das sind Absiedlungen (Metastasen) von beispielsweise Lungen- oder Brustkrebs im Herzgewebe. Zwei Drittel der Fälle von Herzkrebs machen gutartige Herztumoren aus. Mit 50 bis 70 Prozent ist das sogenannte „Myxom“ der häufigste gutartige Tumor des Herzens.¹

Symptome, Diagnose und Therapie von Herzkrebs

Herzkrebs kann sich durch allgemeine Symptome wie beispielsweise Fieber, ungewollter Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen, Nachtschweiß oder Husten bemerkbar machen. Die Diagnose erfolgt meist zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung des Herzens, der sogenannten Echokardiographie. Auch ein Blutgerinnsel kann die Beschwerden auslösen und sollte zuvor ausgeschlossen werden. Während gutartige Herztumoren meist mithilfe einer Operation entfernt werden, können bei bösartigen Herztumoren Chemo- oder Strahlentherapie zum Einsatz kommen.

Warum ist Herzkrebs so selten?

Herztumoren treten mit einer Häufigkeit von nur 0,02 Prozent
auf.¹ Im Vergleich: Brustkrebs macht knapp 30 Prozent aller Krebserkrankungen bei der Frau aus, Prostatakrebs etwa 23 Prozent der Krebserkrankungen beim Mann.² Aber woran liegt es, dass Krebs vor einigen Organen im Körper scheinbar haltmacht?
Mehr Informationen zu weiteren seltenen Krebsarten findest Du auch in unserem Beitrag zum Tag der seltenen Erkrankungen.

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