Die Darmspiegelung ist die wichtigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Sie kann aber noch mehr als den Krebs früh zu erkennen. Sie kann vor ihm schützen.

Anders als andere Krebsarten entsteht Darmkrebs aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Werden diese Polypen bei einer Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, entdeckt und entfernt, kann sich daraus kein Krebs mehr entwickeln. Die Früherkennung kann also vor Krebs schützen und ist somit echte Vorsorge! Aber auch wenn sich bereits Darmkrebs entwickelt hat, sind die Heilungschancen sehr gut, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt wird.

Darmkrebsfrüherkennung ist echte Vorsorge!

Wie funktioniert Darmkrebsfrüherkennung?

Es gibt gute Gründe, die regelmäßigen Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs in Anspruch zu nehmen.

Diese umfassen:
Ab 50 Jahren – Jährlich ein Test auf Blut im Stuhl
Ab 55 Jahren – Eine Darmspiegelung alle 10 Jahre

Diese Untersuchungen gehören in Deutschland zum gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramm – die Kosten übernimmt somit die Krankenkasse. Voraussichtlich ab Juli 2019 haben Männer schon ab 50 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung. Außerdem sollen ab dann auch alle gesetzlich Versicherten in regelmäßigen Abständen zur Vorsorgeuntersuchung eingeladen werden.

Keine andere Krebserkrankung kann durch Früherkennung so gut vermieden werden wie Darmkrebs.
Früherkennung Darmkrebs© Hoan Vo / Unsplash

Wie wirksam die Darmspiegelung in der Vorsorge ist, demonstriert eine Modellrechnung des Nationalen Koloskopieregisters: Demnach konnte die Vorsorge-Darmspiegelung in zehn Jahren schätzungsweise 180.000 Darmkrebserkrankungen verhindern und 40.000 Darmkrebs-Fälle in einem frühen – und damit häufig heilbaren – Stadium entdecken. Dennoch nehmen weniger als 25 Prozent der Versicherten, die Anspruch darauf haben, das Angebot zur Vorsorge-Darmspiegelung wahr.

Darmspiegelung: Kurz unangenehm, dann 10 Jahre Ruhe

Dabei muss man sich vor einer Darmspiegelung nicht fürchten. Dank einer leichten Kurznarkose spürt man nichts und nach etwa 20 Minuten ist sie auch schon vorbei. Unangenehmer als die Untersuchung selbst empfinden viele eher die Vorbereitung: Damit der Arzt den Darm begutachten kann, muss er vollständig entleert sein. Deshalb beginnt man am Tag vor der Spiegelung mit der Einnahme von Abführmitteln. Zugegeben, es gibt angenehmeres. Aber: Findet der Arzt keine Auffälligkeiten, hat man die nächsten zehn Jahre Ruhe. Dann sollte die Darmspiegelung aber wiederholt werden.

Vorsorge rettet Lebeninformiere Dich und nimm das Angebot zur Früherkennung von Darmkrebs wahr!

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