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Krebs-Mythen

Krebs durch Handystrahlung: Sind Handys gefährlich?

Ein Leben ohne Handy und Smartphone – kaum vorstellbar, oder? Aber hast Du Dich nicht auch schon mal gefragt, ob Du mit der ständigen Nutzung nicht Dein Krebsrisiko erhöhst?

Für das Bundesamt für Strahlenschutz hingegen bringt die Nutzung von Handys und Smartphones kein erhöhtes Krebsrisiko mit sich.² Zwar kann ihre Strahlung das Körpergewebe erwärmen. Sie ist aber nicht in der Lage, Atome oder Moleküle elektrisch aufzuladen – und kann damit weder das Erbgut verändern noch Krebs auslösen. Auch die US-Behörde FDA, die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten, sieht einer aktuellen Studie zufolge keinen Zusammenhang zwischen der Gerätestrahlung und einem erhöhten Krebsrisiko.³

Jemand steht vor drei Pfeilen, die in unterschiedliche Richtungen zeigen.
„Unterschiedliche Studien liefern unterschiedliche Ergebnisse“
© Baona / iStockphoto

Dass es teilweise unterschiedliche Aussagen zum Risiko der Handystrahlung gibt, liegt an den verschiedenen Studien, die ihnen zu Grunde gelegt werden. Da stehen bevölkerungsbezogene Daten beispielweise solchen aus Laborexperimenten mit Mäusen und Ratten gegenüber.

Aber auch wenn es derzeit eher so aussieht, dass Handys und Smartphones das Krebsrisiko nicht erhöhen, musst Du Dich der Strahlung ja trotzdem nicht ständig aussetzen.

Handystrahlungs-Risiko minimieren

  1. Smart telefonieren
    Wenn Du die Wahl hast, greif zum Festnetztelefon. Nutze das Smartphone, wenn möglich, nur für kurze Gespräche, bei gutem Empfang und mit Headset. Textnachrichten sind auch eine Alternative.
  2. Strahlungsfreie Zeit
    Brauchst Du Dein Smartphone wirklich auch nachts? Wenn Du es vom Nachttisch verbannst, hast Du gut und gerne acht Stunden strahlungsfreie Zeit. Oder schalte es in den Flugmodus, das reduziert die Strahlung. Auch tagsüber musst Du das Gerät nicht immer direkt am Körper tragen, oder?
  3. Sicher surfen
    Nutze beim Surfen wenn möglich WLAN, halte das Smartphone und Tablet möglichst weit weg vom Körper und verzichte auf Multitasking, also nicht gleichzeitig E-Mails abrufen und telefonieren.
  4. Augen auf beim Kauf
    Je geringer die spezifische Absorptionsrate, kurz SAR-Wert, desto weniger Strahlung sendet das Gerät aus. Als Obergrenze gelten 2 Watt pro Kilogramm. Die Angaben findest Du in der Gebrauchsanweisung Deines Geräts.

Rund um das Thema Krebs ranken sich viele Mythen. In unserer Serie beleuchten wir diese und klären Dich auf.

Quellen

¹ Bundesamt für Strahlenschutz | Einstufung hochfrequenter elektromagnetischer Felder durch die IARC http://www.bfs.de/DE/themen/emf/hff/wirkung/iarc/iarc_node.html

² Bundesamt für Strahlenschutz | Wissenschaftlich diskutierte biologische und gesundheitliche Wirkungen hochfrequenter Felder http://www.bfs.de/DE/themen/emf/hff/wirkung/hff-diskutiert/hff-diskutiert_node.html

³ Gelbe Liste | Kein Krebs durch Handystrahlung https://www.gelbe-liste.de/onkologie/krebs-handystrahlung-fda

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