Sicher kennst Du das auch: Du fühlst Dich angeschlagen und schlapp, Dir fehlt der richtige Drive für den Tag. Du fühlst Dich allgemein krank und hast geschwollene Lymphknoten. Das kann alle möglichen Ursachen haben. Wer denkt schon an eine Lymphomerkrankung?

Meist reicht ein erholsames Wochenende, um wieder fit zu werden. Halten die Beschwerden aber längere Zeit an und sind zudem Lymphknoten typischerweise im Hals und Achselbereich schon seit zwei Wochen geschwollen, sollte Dein Arzt Dich einmal durchchecken. Es könnte eine Lymphomerkrankung dahinter stecken.

Lymphome betreffen wichtige Abwehrzellen des Körpers

Lymphome bezeichnen Krebserkrankungen des Blutes beziehungsweise des lymphatischen Systems. Mediziner unterscheiden sogenannte Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome. Von letzteren sind viele Unterformen bekannt. Die drei häufigsten Non-Hodgkin-Lymphome in Deutschland sind die chronische lymphatische Leukämie (CLL) mit 6.000 Erkrankungen, das follikuläre Lymphom (FL), 3.000 Erkrankungen, und das diffus großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL), 5.000 Erkrankungen.1 Allen Lymphomen gemeinsam ist, dass sie von bestimmten Abwehrzellen des Körpers, den Lymphozyten, ausgehen. Diese sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Verändern sich Lymphozyten zu Krebszellen, kann das Immunsystem nicht mehr ausreichend arbeiten, um Krankheitserreger oder veränderte Zellen abzuwehren und zu vernichten.

Lymphome sind selten

Lymphomerkrankungen sind selten. Nur etwa zehn Prozent aller Krebserkrankungen im Erwachsenenalter sind Lymphome oder Leukämie. Bei Kindern allerdings gehören sie mit etwa 42 Prozent zu den häufigsten Krebserkrankungen.

Lymphome werden oft nur zufällig erkannt

Lymphome werden aber aufgrund der unspezifischen Beschwerden oft nur zufällig erkannt. Meist ist die Erkrankung dann bereits fortgeschritten. In den letzten Jahrzehnten sind die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert worden. Der Anteil der Betroffenen, die geheilt werden können oder nach der Behandlung eine gute Prognose haben, wird immer größer.

„Watch and Wait“ bedeutet, dass der Arzt den Verlauf der Erkrankung regelmäßig beobachtet und erst einmal nicht therapeutisch eingreift.

Einige Non-Hodgkin-Lymphome verlaufen langsam und fast beschwerdefrei. Hier gelingt es Ärzten oft, eine Verschlechterung der Erkrankung hinauszuzögern oder sogar zu vermeiden. Manchmal ist die Strategie „Watch and Wait“ ausreichend. Bei aggressiven, rasch verlaufenden Formen ist allerdings schnelles Handeln angesagt.

Wie so oft gilt auch bei Lymphomerkrankungen: je früher sie entdeckt werden, desto größer ist die Chance auf Heilung. Also lass typische Anzeichen wie anhaltende geschwollene Lymphknoten, häufige Infektionen oder allgemeines Krankheitsgefühl zügig von Deinem Arzt checken.

Mehr Informationen über Lymphome findest Du auch auf der Website leben-mit-lymphom.de.