Wie Tom erkranken pro Jahr in Deutschland rund 1.800 Kinder bis 15 Jahren an Krebs. Ihnen und den insgesamt rund 200.000 Kindern, die weltweit jährlich an Krebs erkranken, ist der Internationale Kinderkrebstag am 15. Februar gewidmet.

„Wir hatten noch Glück im ganzen Unglück“, sagt Anna rückblickend. „Bei Tom wurde eine akute lymphoblastische Leukämie festgestellt.“ Diese Form ist heute bei fast 90 Prozent der Kinder heilbar. „Die Ärztin hat uns dann direkt sehr viel Mut gemacht“, ergänzt Ralf.

Krebs bei Kindern
— Quelle: kinderkrebsinfo.de

Der 15. Februar wurde 2002 von Childhood Cancer International als Internationaler Kinderkrebstag ins Leben gerufen. Seitdem wird an diesem Tag weltweit mit ganz verschiedenen Aktionen an die kleinen Patienten erinnert – oft verbunden mit dem Aufruf für eine bessere Versorgung zu spenden.

Behandlung in einer kinderonkologischen Klinik

Dennoch beginnt für die Familie eine unfassbar schwere Zeit zwischen Hoffen und Bangen – und mit einer räumlichen Trennung. Denn die spezialisierte kinderonkologische Klinik, in der Tom – wie übrigens grundsätzlich alle krebskranken Kinder – behandelt wird, ist rund 150 Kilometer vom Wohnort der Familie entfernt. „Zum Glück haben wir über die Stiftung Deutsche Kinderkrebshilfe eine Elternwohnung bekommen, sodass wenigstens einer von uns immer in Toms Nähe bleiben konnte, um ihm die Zeit im Krankenhaus so angenehm wie möglich zu machen.“ Hilfe haben Anna und Ralf dabei auch vom psychosozialen Dienst der Klinik bekommen. Neben der psychologischen Unterstützung war auch die sozialrechtliche Beratung eine große Hilfe für die beiden. „Man weiß ja gar nicht, auf was man alles Anspruch hat“, erklärt Ralf. So hat die Krankenkasse sich an den Fahrtkosten beteiligt und für Anna während der Zeit auch Kinderkrankengeld gezahlt.

Die Elterngruppe war eine große Stütze für uns alle.“

Aber nicht nur die Experten haben Anna und Ralf weitergeholfen. „Ich habe mich im Krankenhaus an die Elterngruppe gewendet“, sagt Anna. Der Austausch mit anderen Eltern und die gegenseitige Unterstützung haben ihr geholfen, stark zu sein. Und: „Tom fand es super, dass wir den einen oder anderen Ausflug mitmachen konnten, den die Elterngruppe organisiert hat. Das waren echte Lichtblicke während der langen Zeit in der Klinik.“ Die konnte Tom übrigens nach rund zehn Monaten verlassen. Sechs Jahre nach der Diagnose ist er jetzt über den Berg und gilt als geheilt.

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