Hodenkrebs gehört zwar zu den seltenen Krebserkrankungen, ist aber vor allem bei jungen Männern ein Thema: Die meisten Fälle treten im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf.1 Ein Grund dafür könnte eine Lücke in der Früherkennung sein. Die letzte der sogenannten Jugenduntersuchungen, bei denen die Hoden abgetastet werden, findet nämlich um den 14. Geburtstag herum statt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Hodenabtastuntersuchung im Rahmen der Krebsfrüherkennung dann erst wieder ab dem 45. Lebensjahr.

© Rene De Haan / Stocksy

Hodenkrebs-Vorsorge ohne sich vor dem Arzt komplett zu entblößen? In Neuseeland geht das jetzt mit dem „Testimatic“. Mann stellt sich dafür in eine Art Foto-Automaten, zieht den Vorhang zu und die Hose aus und lässt sich vom Arzt durch eine Öffnung abtasten.

Selbst ist der Mann!

Deshalb raten Urologen allen Jungs und Männern zwischen 14 und 45, selbst Hand anzulegen und die Hoden einmal im Monat auf Veränderungen oder Knoten hin zu untersuchen. Denn Hodenkrebs lässt sich gut ertasten. Am besten geht das im Stehen unter der warmen Dusche oder nach einem warmen Bad. Dann ist die Haut des Hodensacks entspannt und die Hoden sind gut fühlbar.
Wenn Du Veränderungen wie eine einseitige schmerzlose Vergrößerung bzw. Verhärtung des Hodens oder einen kleinen, harten schmerzlosen Knoten auf dem Hoden spürst, solltest Du einen Termin beim Urologen vereinbaren. Auch ein Schweregefühl oder Ziehen im Hodenbereich kann ein Warnhinweis sein.

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