Wenn ich reise, steigt meine Krankheit nicht ins Flugzeug ein. Sie bleibt zu Hause. Ich darf dann frei und unbeschwert sein, ohne Angst und ohne Traurigkeit. Das ist meine wertvolle Krankheitsauszeit, die ich mir immer wieder gönne.

Als metastasierte, unheilbare Krebspatientin brauche ich ab und zu – zwischen Operationen und Therapien – ein Time out von der Cancer Reality. Diese Momente des Durchatmens schenken mir Kraft, Motivation und lassen mich die Dinge wieder positiver betrachten.

Plädoyer für Reisen mit Krebs

Deshalb hier ein Plädoyer für Reisen mit Krebs – zwar mit Bedacht und Vorsicht, aber dennoch voller bunter, praller Lebensfreude. Ich liebe es, meine Flügel auszustrecken.

Ich war und bin oft und gern in der Weltgeschichte unterwegs – daran hat meine Krankheit nichts geändert. Am öftesten zieht es mich in meine zweite Heimat – nach England. „Dort wohnt meine Seele“, wie ich immer zu sagen pflege. Von den lieblichen Gärten Cornwalls bis hinauf zur rauen Felslandschaft des Peak Districts.

Zu meinem 40. Geburtstag waren wir 4 Wochen in Britain unterwegs – zweifellos die Reise meines Lebens.

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#kopfdurchlüften

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Abstimmung und Vorbereitung

Aber auch Übersee klappt mit ärztlicher Abstimmung und guter Vorbereitung. In erster Linie gilt es, sich Gedanken hinsichtlich Medikamentenmitnahme, Impfungen, Versicherungen, Sonnenschutz und Ruhepausen zu machen.

Wir wagten letztes Jahr einen Road Trip durch Kalifornien und heirateten nach 10 Jahren nochmal mit kitschigem Elvis in Las Vegas. Den Karneval feierten wir ausgelassen in Rio. Und vor einigen Monaten zog es uns zur Kirschblüte durch Japan.

 

Claudias Cancer Challenge - Krankheitsauszeit nach Krebs © claudiascancerchallenge
Reist. Lebt. Genießt – trotz Krebs!

Lichterkette des Lebens

Seht Euer Leben doch als Lichterkette. Hangelt Euch einfach zum nächsten, leuchtenden Stern und genießt den Bonus – nämlich eine Reise. Denn: Je mehr man sieht, desto mehr will man noch entdecken.

 

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